LH Haider: Planungsstopp für Wörtherseetrasse bedeutet Kriegserklärung an Kärnten

Rot-schwarze Bundesregierung will Bau der Eisenbahnstrecke durch Kärntner Zentralraum bis 2018 auf Eis legen. Protestmaßnahmen geplant.

Klagenfurt (OTS) - "Jetzt ist die Katze aus dem Sack.
Bundeskanzler Gusenbauer und die rot-schwarze Bundesregierung wollen den Bau der Eisenbahnstrecke durch den Kärntner Zentralraum blockieren. Das bedeutet eine Kriegserklärung an Kärnten. Wir werden uns das nicht gefallen lassen", erklärt Landeshauptmann Jörg Haider heute bei einer Pressekonferenz im Anschluss an die BZÖ-Präsidiumssitzung.

Grund der Befürchtung des Landeshauptmannes ist ein Brief, den er von Bundeskanzler Alfred Gusenbauer erhalten hat. In diesem stellt Gusenbauer fest, dass die Realisierung weiterer Infrastrukturprojekte in Kärnten erst möglich sein wird, wenn der Bau der Koralmbahn abgeschlossen ist. Dies betreffe auch die Errichtung der Strecke zwischen Klagenfurt und dem Raum Villach. "Das heißt nichts anderes, dass in Kärnten alle Infrastrukturprojekte bis 2018 auf Eis gelegt werden. Und auch dann will die Bundesregierung noch nicht mit dem Bau der Wörtherseetrasse beginnen, sondern erst die Planung wieder aufnehmen. Das ist eine Frechheit. Denn in den nächsten Jahren wird der Verkehr dramatisch zunehmen, und es sind auch bereits 10 Millionen Euro in die Planung der Hochleistungs-Strecke durch den Zentralraum investiert worden. Dieses Geld wird einfach aus dem Fenster hinausgeworfen. Doch das werden wir nicht uns auf uns sitzen lassen", so Haider.

Die rot-schwarze Bundesregierung versuche Kärnten schlecht zu behandeln. Kärnten brauche dringend die Fortsetzung der Planung für die Wörtherseestrecke, die wichtige Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes bringen werde. "Minister Faymann muss den Planungstopp aufgeben. Gemeinsam mit den betroffenen Gemeinden werden wir Druck auf die Regierung ausüben. Wenn es sein muss, wird es Protestmaßnahmen geben. Eine Protestfahrt nach Wien ist beispielsweise schon im Gespräch", sagt der Landeshauptmann.

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