AHS-Gewerkschaft sagt JA zu Bildungsstandards

Scholik besteht auf entsprechender Qualität der Rahmenbedingungen

Wien (OTS) - Die AHS-Gewerkschaft hat ebenso wie der Zentralausschuss AHS eine ausführliche Stellungnahme zu den von BM Schmied vorgeschlagenen "Bildungsstandards" abgegeben.

In mehreren Pressemeldungen wurde diese Stellungnahme missverständlich interpretiert. Daher hält die Vorsitzende der AHS-Gewerkschaft Eva Scholik fest:

  • Die AHS-Gewerkschaft steht Maßnahmen, die der Qualitätssicherung und erhöhten Vergleichbarkeit von Bildungsabschlüssen dienen, grundsätzlich positiv gegenüber.
  • Die AHS-Gewerkschaft ist nicht gegen die Einführung von Bildungsstandards, fordert allerdings mit Nachdruck die Einhaltung der vereinbarten Rahmenbedingungen ein.
  • Schüler und ihre Eltern müssen die Ergebnisse der Standards so frühzeitig erfahren, dass sie an den Nahtstellen als Orientierungshilfe für die Schulwahl dienen können.
  • Wenn trotz Bemühens der Lehrer Schüler das Ziel der Bildungsstandards nicht erreichen, kann das nicht als Dienstpflichtverletzung der Lehrer gewertet werden. Es kann ja auch Zahnärzten nicht die Karies ihrer Patienten angelastet werden, wenn letztere es an der geforderten Mundhygiene mangeln lassen.
  • Zeugnisse sind nach klaren Vorschriften erstellte Gutachten, deren Aussagekraft wieder gestärkt werden muss. Bildungsstandards testen nur Teilbereiche des Wissens punktuell ab und können eine fundierte Leistungsbeurteilung, die weit über den Rahmen der Standards hinausgeht, nicht ersetzen.

"Die AHS-Lehrer bekennen sich zu einer seriösen und fundierten Qualitätssicherung im Schulsystem. Die in unserer Stellungnahme zum Gesetzesentwurf ausführlich dargelegten Verbesserungsvorschläge sollen die Qualität der Bildungsstandards sicher stellen!" so Scholik abschließend.

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Mag. Christiane Bartoga
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