Hradecsni: EU-Kommission muss am Einfuhrverbot chlorbehandelter Hühner festhalten

Grüne fordern Vorsorgeprinzip im WTO-Vertrag zu stärken

Wien (OTS) - "Wie schon bei den Gentechnik-Importverboten geht die EU-Kommission auch beim Einfuhrverbot chlorbehandelter Hühner vor dem Druck der USA in die Knie und will das Importverbot aufheben", kritisiert die KonsumentInnenschutzsprecherin der Grünen, Bettina Hradecsni die diesbezügliche Ankündigung des EU-Industriekommissars Günter Verheugen. Dieses Nachgeben zugunsten industrieller Interessen und zulasten der KonsumentInnen sei unerträglich, so Hradecsni. Anstatt weitere, unabhängige Gutachten einzuholen sowie die Risikobewertung der Europäischen Lebensmittelagentur EFSA auszubauen reagiere die Kommission wie schon bei den Gentechnik-Importverboten völlig inaktiv und beuge sich den Wünschen der US-Agrarlobby. "Ich erwarte von der österreichischen Bundesregierung auf EU-Ebene ein klares Engagement im zuständigen Ministerrat, um in Kooperation mit anderen Mitgliedstaaten die Aufhebung dieser Importverbote zu verhindern", fordert Hradecsni.

"Es muss endlich einer fairen und an den KonsumentInnen orientierten Handelspolitik zum Durchbruch verholfen werden. Auch müssen Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass die Produktion von Nahrungsmitteln vorrangig für den regionalen Markt statt für den Weltmarkt stattfinden kann", fordert Hradecsni. Bei der nächsten Verhandlungsrunde der Welthandelsorganisation müsse daher das Vorsorgeprinzip verstärkt in den WTO-Verträgen verankert werden.

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