Kranzl: ‚Nationaler Aktionsplan Luft’ hebt ab

Nachhaltige Sicherung des Wachstums der Luftverkehrswirtschaft

Wien (OTS) - Im Rahmen der Internationalen Luftfahrtkonferenz am Flughafen Wien erfolgte durch Staatssekretärin Christa Kranzl der Startschuss zur Erarbeitung des "Nationalen Aktionsplans Luft 2020". "Der Luftfahrtsektor stellt weltweit eine zentrale Säule der Volkswirtschaften dar. In Österreich werden durch die Luftverkehrswirtschaft mittlerweile rund 50.000 Personen beschäftigt. Weltweit werden von diesem Sektor 4,5% der gesamten Wertschöpfung erwirtschaftet, in Europa sind es 2,5%, in Österreich immerhin 1,1% des heimischen BIP. Der Luftverkehr ist daher ein wichtiges Element unserer Verkehrs- und Wirtschaftpolitik", so Kranzl. Die Erarbeitung eines ‚Nationalen Aktionsplans Luft 2020’ sei daher ein wichtiger Schritt, um Österreich fit für die Anforderungen des Flugverkehrs der Zukunft und der damit verbundenen Wirtschaft zu machen. "Es gilt einerseits den steigenden Mobilitätsbedarf der Gesellschaft unter Berücksichtigung ökologischer Aspekte abzudecken und andererseits gleichzeitig damit die Wettbewerbsfähigkeit der Luftfahrtbranche zu sichern und auszubauen" erläuterte die Staatssekretärin.

Der Nationale Aktionsplan Luft 2020

"Bei der Erarbeitung des NAP Luft 2020 ist es von zentraler Bedeutung, dass alle Beteiligten, d.h. Behörden, Regulatoren, Flughäfen, Airlines und deren Mitarbeiter, Luftfahrt- und Zulieferindustrie, Passagiere und Anrainer von Flughäfen in den Prozess eingebunden werden", betonte Kranzl. Die aktuellen Entwicklungen und Trends im internationalen Luftverkehr werden im Strategieentwicklungsprozess auf die konkrete Situation des Luftfahrtsektors in Österreich umgelegt und daraus eine Vision 2020 unter Einschluss aller, für die zivile österreichische Luftfahrt wesentlichen Bereiche identifiziert.

Die FTI-Luftfahrtstrategie

Erster Baustein des ‚NAP Luft 2020’ sei die Österreichische Luftfahrtstrategie für Forschung, Technologie und Innovation. "Der erste Schritt wurde bereits durch die Neugestaltung des Forschungs-und Technologieprogramms TAKE OFF gesetzt", betonte Kranzl. So sei das Fördervolumen der neuen Ausschreibungen von 3,3 Mio. Euro auf sieben Mio. Euro erhöht worden. Neben der Unterstützung eines effizienten, sicheren und klimaschutzorientierten Lufttransportsystems sei auch die Ausbildung qualifizierter Techniker und die Intensivierung kooperativer Forschungsprojekte im Focus des Programms TAKE OFF. Wichtig für den österreichischen Luftfahrtsektor sei auch ein verstärkter Dialog zwischen Luftfahrtindustrie und Bedarfsträgern, die Sicherung und der Ausbau der Beteiligung der österreichischen Luftfahrtindustrie an den internationalen Flugzeugprogrammen sowie die Bündelung und Fokussierung der fragmentierten Luftfahrtindustrie.

Europas Luftfahrt im Wandel

Bis 2009 haben die EU-Staaten Zeit, sich über die Rahmenbedingungen eines gemeinsamen Luftraumes zu einigen. Durch den "Single European Sky" soll das rasante Wachstum im Flugverkehr bewältigt werden. Auch das EU-Projekt "Clean Sky" sei ein Meilenstein hinsichtlich der ökologischen Nachhaltigkeit der Luftverkehrswirtschaft. Kranzl: "1,6 Mrd. Euro fließen in die Entwicklung neuer, umweltfreundlicher Flugzeuge. An Clean SKY beteiligen sich 86 Unternehmen, Universitäten und Forschungseinrichtungen aus 16 der 27 EU-Länder. Vorrangiges Ziel ist die Treibstoffreduktion und Lärmverringerung." (Schluss) alu

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