ÖVI wehrt sich gegen "Immobilienwirtschaftlichen Klassenkampf" der AK

Wien (OTS) - "Aufs Neue versucht die Arbeiterkammer Wien unter dem Deckmantel scheinbarer Objektivität in Form von Studien gezielte Attacken gegen die Immobilienwirtschaft zu reiten", zeigt sich ÖVI Präsident Mag. Udo Weinberger verärgert über die jüngste Präsentation eines Studienergebnisses, das zur medialen Verkürzung führt:
"Spekulanten heizen die Mieten an". Nur wer die Studie genau liest, stösst auf den Satz: "Wegen der geringen Größe der Stichproben beanspruchen die in den folgenden Abschnitten präsentierten Ergebnisse der quantitativen Auswertung der schriftlichen Befragung selbstverständlich keine statistische Signifikanz!" Gerade diese Aussagen werden aber für Wertungen hinsichtlich Fragen der Investorenerwartungen herangezogen.

"Die österreichische Rechtslage garantiert einem Mieter, dass sein Mietverhältnis zu unveränderten Bedingungen beim Verkauf des Hauses aufrecht bleibt", präzisiert Weinberger die aktuelle Gesetzeslage und zerstreut Bedenken von Mietern, die durch solche Meldungen natürlich verunsichert werden.

Die Erwartungen der Investoren gehen dahin, dass auf bislang ungenützten Flächen neuer Wohnraum geschaffen wird, vor allem im Bereich der begehrten Dachgeschoßwohnungen, aber auch durch Zusammenlegung und Verbesserung von freiwerdenden Altwohnungen. Vergleicht man den Ausstattungszustand über die vergangenen Jahrzehnte, dann erkennt man, wodurch die Wertsteigerung mitbegründet ist. 1970 waren noch 30 % der Hauptwohnsitze österreichweit als Kategorie D Wohnung (mit WC außerhalb der Wohnung) eingestuft, 2005 waren es nur noch 2 %. Dass zudem die Marktgesetze von Angebot und Nachfrage ein Übriges zur Wertsteigerung beigetragen haben, steht völlig außer Diskussion. Das hat aber - wie bereits erwähnt - keinen Einfluss auf bestehende Mietverträge! Eindeutig feststellbar ist, dass im Bereich des Wiener Zinshauses auch von den Investoren deutlich geringere Renditen akzeptiert werden.

Einige Studienergebnisse sollten wohl im Detail nicht das Licht der Öffentlichkeit erblicken. Die darin attestierten positiven Auswirkungen für MieterInnen werden von der AK verschwiegen:

Institutionelle Investoren und professionelle Entwickler
- arbeiten aktiver für die Instandhaltung und Renovierung der Wohngebäude
- zeigen größeres Engagement bei der Verbesserung der Wohnungen
- tun mehr für die Verbesserung des Gebäudeumfelds
- garantieren höhere Professionalität bei der Verwaltungstätigkeit - tragen eher zu Transparenz auf dem Immobilienmarkt bei
- und nehmen es schließlich genauer mit dem Mietrecht

Quelle:
Studie "Eigentümerstruktur im Wiener Privaten Althausbestand", S. 57

Abschließend fordert der ÖVI Präsident die AK auf, ihre Kampagnen gegen die Immobilienwirtschaft, die einen wertvollen Beitrag zur gesamten Volkswirtschaft leistet, einzustellen. "Nur ein funktionierender Markt garantiert die Zukunftsfähigkeit der Immobilie. Zwangsmaßnahmen habe in der Vergangenheit immer nur zu einer Verschlechterung, nie zu einer Verbesserung des Immobilienbestandes geführt."

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Österreichischer Verband der Immobilientreuhänder
Mag. Udo Weinberger
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Tel.: 01/505 4875

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