Spitzenleistungen zur Rettung von Kindern

EU-Projekt "Forschen heilt Krebs" schafft Wissen

Wien (OTS) - Krebs bei Kindern ist in drei von vier Fällen tatsächlich gut behandelbar. Diesen beachtlichen Sieg wollen wir mit unserer Initiative publik machen", erklärte Prof. Helmut Gadner, Leiter der St. Anna Kinderkrebsforschung, heute, am 15. Mai 2008, bei einer Pressekonferenz in Wien. Schwerpunkt des von der Europäischen Union geförderten Projekts "Forschen heilt Krebs" sind die stark gestiegenen Überlebensraten als Ergebnis modernster Diagnostik und Therapien dank intensiver Labor- und klinischen Forschung.

Die in Österreich rund 250 und in Deutschland cirka 2000 jährlich neu erkrankten Kinder werden in klinischen Studien und nach standardisierten Therapie-Optimierungs-Protokollen betreut. Durch diese qualitätssichernden Maßnahmen in europäischen Netzwerken könne man Behandlungskonzepte stetig verbessern, erläuterte der Projekt-Partner und Manager der Deutschen Kinderkrebsstiftung, Jens Kort.

Aufgeklärt wird auch über mögliche medizinische, psychische und soziale Spätfolgen nach Bewältigung von Krebs im Kindesalter. "Unser Appell an die Gesellschaft: uns gleichberechtigt wie Gesunde im Zugang zu beispielsweise Bildung, Jobs, Lebensversicherungen zu behandeln", betonte die jetzt geheilte Dorothee Schmid, die im Alter von fünfzehn an einem Tumor am Eierstock, mit sechsundzwanzig an Hautkrebs erkrankt war.

"Wir sind ebenso fit wie gesunde Gleichaltrige. Leider behandelt man uns oft weiterhin als Kranke", resümmierte Alexander Löhr, Medizin-Student, der vor elf Jahren einen Knochentumor besiegte. "Die meisten Überlebenden zeichnen sich durch hohe Belastbarkeit und eine post-traumatische Entwicklung aus. Sie verfügen über eine große psychische Reife, viel Einfühlungsvermögen und eine hohe Wertschätzung des Lebens", so Prof. Giuseppe Masera, Kinderkrebs-Experte aus Monza, Italien.

"Information muss heute attraktiv sein. Dies gilt besonders für die Wissenschafts-Kommunikation seltener Erkrankungen wie Kinder-Krebs", erklärte Prof. Robert Schlögel, Sektionschef des BM für Gesundheit. Mittelpunkt des Projektes sind Aktionen, wie eine Radtour zur Aufklärung über Sarkome, ein "Public Forum" für Schüler, Events mit Überlebenden sowie ein TV-Film. Über Videospiele und ein markantes Design will man auch nicht am Thema interessierte Jugendliche motivieren, das geplante Web-Portal www.forschenheiltkrebs.eu zu besuchen.

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St. Anna Kinderkrebsforschung, Sandra Brezina-Krivda
Mail to: sandra.brezina@ccri.at, Mobil: 0664/156-29-14

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