Neubauer: Einstieg der TIWAG bei der Energie AG zeigt Anschobers Kapitulation vor dem Atomstrom

LH Pühringer soll Atomstromanteil bei der TIWAG offenlegen

Wien (OTS) - "Bereits vor zwei Jahren haben Umweltaktivisten vor einem Einstieg der TIWAG bei der Energie AG gewarnt. Grund dafür ist der hohe Atomstrom-Anteil bei der TIWAG." Dies stellte heute der FPÖ-Temelinsprecher, NAbg. Werner Neubauer zu den laufenden Gesprächen fest. Unterstützt in seiner Kritik sieht sich Neubauer durch Prof. Haberl von der Universität Klagenfurt. "Haberl hat ebenfalls den hohen Atomkraft-Stromanteil bemängelt und die TIWAG bereits aufgefordert, sie solle die Zahlen auf den Tisch legen."

"Wenn man bedenkt, dass bereits im Jahre 2006 die TIWAG österreichweit als DER Atomstromimporteur - über 10% Atomstrom (laut www.e-control.at) bzw. über 25% (laut www.global2000.at) - galt, dann wird sich die Energie AG nun zum zweitgrößten Atomstromlieferanten in Österreich entwickeln", so die Befürchtung von Neubauer. Untermauert wird die Nähe der TIWAG zu Atomstrom wohl durch die 2005 an E.O.N. geleisteten Direktzahlungen in der Höhe von 5,1 Millionen Euro für die Beschaffung von Atombrennstäben und für die Entsorgung von abgebrannten Brennstäben. Und diese E.ON ist Gesellschafter bei Atomkraftwerken in Süd-Deutschland wie: z.B. ISAR 1 (E.ON: 100% Gesellschafter), ISAR II (E.ON: 75% Gesellschafter), Gundremmingen (E.ON: 25% Gesellschafter) und Grafenrheinfeld (E.ON: 100% Gesellschafter). Pikanterie am Rande: Das Land OÖ finanzierte just gegen genau diese süddeutschen Atomkraftwerke und gegen atomare Zwischenlager an diesen Standorten bedeutende Projekte.

"Offenbar ist der Druck der Tiroler Grünen auf den "Grünen" Anschober so groß geworden, dass dieser nun schwach geworden und dem unseligen Vertrag zustimmen wird", betonte Neubauer. "Ich vermisse hier den berechtigten Aufschrei von Anschober. Aber bekanntlich haben sich seine Tiroler Parteifreunde bereits 2006 dafür ausgesprochen, dass sich die TIWAG bei der oberösterreichischen Energie AG beteiligt und haben Anschober um entsprechende Unterstützung ersucht", erinnerte der FPÖ-Nationalratsabgeordnete.

"Wo bitte bleibt da die Glaubwürdigkeit in der Anti-Atom-Politik?", fragte schon 2006 die Anti-Atom-Bewegung in Oberösterreich zu Recht. Neubauer unterstützt bei dieser Forderung die "Atomstopp" Bewegung und fordert Landeshauptmann Pühringer auf, als Eigentümervertreter der Energie AG darauf zu drängen, dass die Atomstromanteile bei der TIWAG offen gelegt werden, um das Anti-Atom-Engagement des Landes Oberösterreichs nicht zu gefährden und auch die Glaubwürdigkeit gegenüber den tschechischen AKW-Betreibern nicht der Lächerlichkeit preiszugeben", schloss Neubauer.

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