Wien startet Pilotprojekt: Mittleres Management für Schulen!

Wien (OTS) - "Die Schaffung mittlerer Managementstrukturen an Schulen ist Teil einer modernen Weiterentwicklung unseres Schulwesens und erklärtes bildungspolitisches Ziel bundesweit. Mit der Schaffung neuer Managementebenen an den kaufmännischen Schulen ab dem nächsten Schuljahr übernimmt Wien hierbei nun eine Pionierrolle", stellte Wiens Amtsführende Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl im Rahmen einer Pressekonferenz am Donnerstag fest.

Brandsteidl weiter: "Große Schulen sind nach wirtschaftlichen Maßstäben gemessen in Wahrheit große Unternehmen. Anders als in der Wirtschaft aber lautet das Managementverhältnis in der Schule 1 Manager (=DirektorIn) versus 150 Beschäftige (LehrerInnen). Durch diese widersinnige Relation wird Führung und Steuerung innerhalb des Unternehmens Schule zu einem de facto One-Man-Job - viele Leitungsaufgaben können hierdurch nicht optimal umgesetzt werden, viele Entwicklungschancen bleiben ungenutzt."

Konkret werden künftig am den Wiener öffentlichen wie privaten kaufmännischen Schulen Verantwortliche (=Manager) für die Koordination der Lehrziele und Lernangebote in den Fachgruppen (aber auch fächerübergreifend im Team) ernannt. Durch diese Schaffung einer mittleren Managementstruktur wird in Zukunft somit folgendes möglich:

o statt LehrerInnen-Einzelkämpfertum kommt es zu einer Forcierung von Teamarbeit in Projektgruppen o LehrerInnen sind nicht mehr nur für ihren eigenen Unterricht verantwortlich, sondern tragen Mitverantwortung für Schul- und Organisationsentwicklung o LehrerInnen "verrichten keinen Job", sondern identifizieren sich verstärkt mit den Zielen der Schule o die Attraktivität der Übernahme von Leitungsfunktionen wird durch finanzielle Leistungsanreize (=zusätzliche Werteinheiten) sichergestellt, was umgekehrt auch die nötige Verbindlichkeit schafft o ein engmaschiges System aus Evaluation und Controlling überprüft den Erfolg der gesetzten Maßnahmen

Brandsteidl: "Die wahren Profiteure einer erweiterten Führungsstruktur sind aber natürlich jene, die im Mittelpunkt unseres Schulwesen stehen: die SchülerInnen selbst. Ihnen werden durch die Schaffung der mittleren Managementstruktur einerseits eine verbesserte und (durch z.B. gemeinsame Schularbeitsangaben und einheitliche Lernanforderungen) standardisierte Unterrichtsqualität geboten und andererseits erstmals eindeutige Ansprechpersonen für die jeweiligen Fachbereiche genannt. Mit anderen Worten: Die Qualität des Unterrichts steigert sich, die Transparenz erhöht sich und die Arbeitsbeziehung zwischen SchülerInnen und LehrerInnen kann deutlich verbessert werden." (schluss) ssr

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