Interkultureller Dialog: BMUKK fördert Projekt "Radiodialoge - Stimmen der Vielfalt" mit 12 Freien Radios

Interkulturelle Teams gestalten mehrsprachige Radiosendungen

Wien (OTS) - Zum Europäischen Jahr des interkulturellen Dialogs 2008 ist das Projekt "Radiodialoge - Stimmen der Vielfalt" angelaufen. Menschen unterschiedlicher Herkunft werden zu Redakteurinnen und Redakteuren ausgebildet und gestalten gemeinsam mehrsprachige Radiosendungen. Seit Anfang Mai werden die Sendungen von 12 Freien Radios in Österreich ausgestrahlt. Das Projekt wird von den Freien Radios umgesetzt und vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur gefördert.

"Voraussetzung für Integration ist die Kenntnis der deutschen Sprache. Ein besonderes Anliegen ist mir zugleich die Förderung der Muttersprachen von Migrantinnen und Migranten. Die Beherrschung der eigenen Muttersprache ist die Grundlage für das Erlernen weiterer Sprachen. Nur durch Empowerment und Wertschätzung kann es gelingen, das Potential zu nützen, das die Mehrsprachigkeit der Menschen mit Migrationshintergrund bietet", so Bundesministerin Dr. Claudia Schmied.

Das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur fördert daher im Europäischen Jahr des interkulturellen Dialogs gemeinsam mit der Europäischen Kommission das Projekt "Radiodialoge - Stimmen der Vielfalt". Das Projekt erreicht insbesondere Menschen mit Migrationshintergrund, denn sie sind Zielgruppe und zugleich Akteure.

Im Rahmen der "Radiodialoge" haben sechs österreichische Freie Radios - Radiofabrik Salzburg, Freies Radio Freistadt, Orange 94.0 Wien, Radio Helsinki Graz, Radio Agora Kärnten, Freies Radio Salzkammergut - in den letzten Monaten interkulturelle Redaktionsteams aufgebaut und ausgebildet. Teams aus insgesamt 65 Menschen mit unterschiedlichen kulturellen, sprachlichen, sozialen und ethnischen Hintergründen gestalten und produzieren gemeinsam mehrsprachige Radiomagazine. Pro Monat entstehen sechs Magazine, die von allen Freien Radios in Österreich ausgestrahlt werden. Die Magazine werden teilweise in den Sprachen der Redakteurinnen und Redakteuren gestaltet, die Kenntnis der deutschen Sprache macht alle Inhalte nachvollziehbar.
Auf www.radiodialoge.at können die Sendungen kostenlos als Podcast nachgehört werden.

Freie Radios sind nicht-kommerzielle, werbefreie Radiosender, die offenen Zugang zum Medium Radio bieten. Viele der derzeit rund 2.500 Radiomacher/innen sind Migrant/innen, Jugendliche, Senior/innen, Musikbegeisterte, lokale Veranstalter/innen. Das Programm wird insgesamt in 25 Sprachen gestaltet. Mit den "Radiodialogen" wird diese bestehende Vielfalt durch dauerhafte und "hörbare" Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Gruppen bereichert.

Neben den Hörfunkproduktionen organisieren die Freien Radios auch interkulturelle Feste in acht Städten unter dem Motto "10 Jahre Freies Radio - 10 Jahre interkultureller Dialog".

Weitere Informationen zum Projekt Radiodialoge und Daten der Feste:
www.radiodialoge.at.
Weitere Informationen zum Europäischen Jahr des interkulturellen Dialogs in Österreich: www.interkultureller-dialog-2008.at.

Rückfragen & Kontakt:

Eva Schmidhuber, Radiofabrik Salzburg (Projektleiterin),
Tel: 0662/84 29 61-24: e.schmidhuber@radiofabrik.at

Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur
Catherine Danielopol-Hofer
Tel.: (++43-1) 53 120-2370
catherine.danielopol@bmukk.gv.at

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