AK: Preise für Energie und Lebensmittel stiegen weiter

Tumpel fordert kräftige Entlastung der ArbeitnehmerInnen bei der kommenden Steuerreform

Wien (OTS) - "Schon wieder werden vor allem die Produkte teurer,
die die Menschen zum täglichen Leben brauchen", sagt AK Präsident Tumpel. Denn der Verbraucherpreisindex für April zeigt: Die Preisexplosion geht weiter, besonders in den Bereichen Verkehr und Lebensmittel. 60 Prozent der Gesamtpreissteigerung entfallen auf diese beiden Bereiche. Nahrungsmittel wurden um 6,9 Prozent teurer, die Preise im bereich Verkehr stiegen überdurchschnittlich stark, um 7 Prozent. "Das sind ausgerechnet jene Bereiche, bei denen niemand sparen kann. Schließlich können die Menschen ja nicht aufhören zu essen oder zur Arbeit zu fahren", sagt Tumpel und fordert eine kräftige Entlastung der ArbeitnehmerInnen bei der kommenden Steuerreform. "Die Lohnsteuern müssen gesenkt werden, damit die Nettolöhne steigen", so Tumpel.

Die Preissteigerungen sind vor allem bei Brot und Gebäck enorm. Gegenüber April 2007 wurde Gebäck um 10,3 Prozent teurer, Spezialbrot um 9,7 % Prozent, Weißbrot um 9,0 Prozent und Teigwaren um 39,6 Prozent. Ein Grund dafür: Es wird weltweit weniger Getreide für Brot und Futtermittel angebaut, aber dafür mehr für Agrotreibstoffe. "Dadurch entsteht ein zusätzlicher hausgemachter Druck auf die Verbraucherpreise, der vor allem Wenigverdiener trifft", sagt Tumpel. Die AK fordert deshalb: Weg mit der verpflichtenden Beimischung von Agrotreibstoffen zu Benzin und Diesel. Die Förderung von Biosprit muss EU-weit reformiert werden.

Einen nach wie vor hohen Preisanstieg gibt es bei Molkereiprodukten. Diverse Käsesorten sind bis zu 23,0 % teurer als im Vorjahr, etwa Camembert mit 22,7 %. Beschleunigt hat sich auch der Preisauftrieb bei Treibstoffen. Ein Liter Superbenzin kostete im April 2008 um 17,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Ein Liter Diesel um 30,0 Prozent mehr. Besonders betroffen davon sind die PendlerInnen. Eine Stabilisierung des Preisaufschwunges ist in naher Zukunft nicht ersichtlich. "Angesichts der steigenden Spritpreise müssen wir die Pendler entlasten. Bei der kommenden Steuerreform verlangen wir für sie eine Erhöhung und Reform der Pendlerpauschlae", so Tumpel. Insgesamt gilt angesichts der rasanten Teuerungen: "Die ArbeitnehmerInnen müssen entlastet werden - und zwar kräftig", so Tumpel.

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