Mölzer: EU und Lateinamerika können Gegengewicht zum Weltmachtstreben der USA bilden

Bei EULAC-Gipfel in Lima Partnerschaft vertiefen - Gusenbauer sieht Lateinamerikareise offenbar als PR-Tour zur Imagepolitur

Wien (OTS) - Es sei erfreulich, wenn bei dem heute mit einem Außenministertreffen beginnenden EU-Lateinamerika-Karibik-Gipfel in Lima die Beziehungen zwischen diesen beiden Kontinenten weiter gestärkt werden, sagte der freiheitliche EU-Abgeordnete Andreas Mölzer. "Das aufstrebende Lateinamerika ist nicht nur wirtschaftlich von großer Bedeutung, sondern auch ein wichtiger strategischer Partner für die Europäische Union", so Mölzer weiter. Zudem wies er auf den Umstand hin, dass es mit Lateinamerika im Gegensatz zu anderen Weltregionen keine Probleme gäbe: "Bezüglich Afrika ist Europa mit der illegalen Massenzuwanderung konfrontiert, aus der islamischen Welt kommt der aggressive Missionierungsislam in die EU und ostasiatische Länder überschwemmen den europäischen Markt mit Billigprodukten und saugen Arbeitsplätze ab."

Was die zu schaffende strategische Partnerschaft betreffe, so sieht der freiheitliche EU-Mandatar gute Chancen: "Lateinamerika hat sich in den letzten Jahren politisch erheblich gewandelt. Während diese Region früher ein Vorposten der USA war, so lässt es sich heute mit Ausnahme Kolumbiens nicht mehr von Washington dreinreden. Daher können künftig die EU und Lateinamerika ein wichtiges Gegengewicht zum Weltmachtstreben der USA bilden", betonte Mölzer.

Erhebliche Zweifel hat Mölzer, ob sich Bundeskanzler Alfred Gusenbauer der Bedeutung Lateinamerikas bewusst sei. "Bei seiner Südamerikareise ist Gusenbauer bisher vor allem durch seine mediengerechten Treffen mit den Staatsoberhäuptern Argentiniens und Brasiliens sowie durch seine mehr als zweifelhaften Aussagen bezüglich der Arbeitsmoral im österreichischen Parlament aufgefallen, wobei Gusenbauer anscheinend an seine langjährigen Erfahrungen als Bundesrat denkt. Offenbar sieht der Bundeskanzler seine Südamerikareise als PR-Tour, um die Österreicher von seinem Umfaller-Image abzulenken", schloss der freiheitliche Europaparlamentarier.

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