Fürntrath-Moretti: Steuerliche Absetzbarkeit von Kinderbetreuung gehört in die Steuerreform

Sprecherin von "Frau in der Wirtschaft" begrüßt Kdolsky-Vorstoß - Vorgeschlagenes Prämienmodell würde Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern

Wien (PWK371) - Die Wirtschaftskammer begrüßt anlässlich des internationalen Tages der Familien die Forderung von Familienministerin Andrea Kdolsky auf steuerliche Absetzbarkeit der Kinderbetreuungskosten. Eine solche Entlastung berufstätiger Frauen wäre ein wichtiger Schritt, um eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erreichen, stellt die Bundesvorsitzende von "Frau in der Wirtschaft" in der WKÖ und Sprecherin von rund 100.000 selbständigen Frauen in Österreich fest. Flexible Betreuungsangebote seien meist teuer, eine steuerliche Absetzbarkeit würde hier eine spürbare Entlastung bringen.

Fürntrath-Moretti verweist auf das von "Frau in der Wirtschaft" vorgelegte Prämienmodell, wonach zehn Prozent des tatsächlichen Aufwands für Betreuungs- und Haushaltshilfen bis maximal 1.500 Euro pro Jahr als Prämie auf dem Abgabenkonto gutgeschrieben werden (www.betreuungspraemie.at).

Es sei jetzt der richtige Zeitpunkt, die steuerliche Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten in die konkrete Diskussion über die kommende Steuerreform einzubeziehen. Fürntrath-Moretti verweist dabei auf die Ergebnisse einer Market-Umfrage, wonach mehr als die Hälfte der österreichischen Bevölkerung die Möglichkeiten der steuerlichen Absetzbarkeit als sehr positiv bewertet.

Die Neuregelung des Kinderbetreuungsgeldes beurteilt die Bundesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft als einen sehr positiven Schritt in die richtige Richtung. Ein kürzerer Bezug des Kindergeldes kombiniert mit einem monatlich höheren Betrag ermöglicht ein rascheres Zurückkehren in den Beruf. Auch die Anhebung der Zuverdienstgrenze auf EUR 16.200,- war wichtig. "Wir fordern bei selbstständigen Erwerbstätigen eine Koppelung der Zuverdienstgrenze an die Betriebsentnahme und nicht an den Gewinn. Bezieht eine Unternehmerin Kindergeld und hat gleichzeitig einen Gewinn oberhalb der Zuverdienstgrenze, so wird sie gezwungen ihre Arbeitszeit zu reduzieren, was ja eine Gefahr für den Betrieb mit sich bringen kann. Das ist widersinnig und kontraproduktiv," betont Fürntrath-Moretti. (RH)

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