ÖH Medizin Wien: Solidarisierung mit Ärztekammer

Der niedergelassene Arzt - vom Aussterben bedroht?

Wien (OTS) - Die Universitätsvertretung an der Medizinischen Universität Wien stellt sich solidarisch mit der österreichischen Ärztekammer und teilt deren Meinung über die geplante Gesundheitsreform. "Die Möglichkeit, dass bei vertragslosen Zuständen Einzelverträge ausgehandelt werden gefährdet die zukünftige flächendeckende Versorgung Österreichs und führt zu einem Aussterben von qualifizierten niedergelassenen Ärzten" schließt sich Julia Straub, Vorsitzende der ÖH Medizin Wien, der Argumentation der Ärztekammer an. "Es stellt sich die Frage, ob wir, wenn wir in Zukunft mit unseren Kindern zum niedergelassenen Arzt wollen, dafür ins Kunst- oder Naturhistorische Museum müssen", so Straub weiter.

"Gerade die jetzigen Medizinstudierenden werden aufgrund eines drohenden Ärztemangels in naher Zukunft zu einem Großteil die medizinische Versorgung unseres Landes übernehmen müssen. Es ist absolut kontraproduktiv, mit solch gravierenden Einschnitten in das soziale System die Ärzte zu schwächen" stellt Stefan Konrad, stv. Vorsitzender der ÖH Medizin Wien, fest. Konrad weiter: "Die Regierung zeigt wenig Weitblick, wenn sie dieses Paket, so wie es gestern veröffentlicht wurde, wirklich beschließt".

Die ÖH Medizin zeigt die Solidarität mit ihrer Standesvertretung durch die Teilnahme am Krisengipfel der Wiener Ärzteschaft am 27. Mai 2008 und bei allfälligen weiteren Protesten. "Wir werden als angehende Ärzte nicht die Augen vor den Rahmenbedingungen unserer eigenen Zukunft verschließen, sondern aktiv daran mitarbeiten", so das Vorsitzteam unisono.

Rückfragen & Kontakt:

Stefan Konrad
Stv. Vorsitzender ÖH Medizin
Tel.: 0650 / 801 4586
stefan.konrad@uv-medizin.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0003