AK Test: Drum prüfe, wer sich beim Breitband bindet

Tarifwechsel beim bestehenden Internetbetreiber kann teuer kommen

Wien (OTS) - KonsumentInnen sollten sich genau informieren, bevor sie ihren Internettarif wechseln, raten die AK Konsumentenschützer. Denn wer bei seinem Breitbandinternet-Anbieter auf ein anderes Modell umsteigt, zahlt drauf: Entweder wird der Vertrag wieder verlängert und/oder es sind teure Wechselgebühren zu zahlen! Außerdem sind die Monatskosten beim Breitbandinternet sehr unterschiedlich. Das zeigt ein aktueller AK Test. Zum günstigsten Internetanbieter kommen UserInnen schnell und einfach mit dem AK Online-Internettarifrechner.

Wie viel kostet ein Breitbandanschluss (Festnetz - ADSL, xDSL) im Monat? Die AK hat 121 Tarife bei elf Anbietern erhoben: AON, MMC, Net4You, Tele2, UPC, Vorarlberg Online, eTel, Bnet Burgenland, CNet, 123online.at, Vienna online.

Der AK Test zeigt: Für Datendownloads von zwei bis zehn GB im Monat (2.048 kbit/s) zahlen UserInnen beim Breitbandinternet 17,50 bis 39,90 Euro. "Wer doch mehr runterlädt, zahlt zusätzlich 1,2 Cent pro MB bis 7,0 Cent pro MB", sagt AK Konsumentenschützerin Daniela Zimmer. Haben sich KonsumentInnen für ein großes Datenvolumen entschieden (unlimitiert oder 100 GB mit fair use bei 2.048 kbit/s), wird ihnen im Monat 19,90 bis 53,90 Euro verrechnet. "Mehr-Downloads kosten nichts", so Zimmer.

Die AK hat außerdem erhoben, was für einen Tarifwechsel beim bestehenden Breitbandinternet-Anbieter (Festnetz - ADSL, xDSL) zu zahlen ist. Die AK hat zehn Anbieter angeschrieben, sechs haben geantwortet: AON, MMC, Net4You, Tele2, UPC, Vorarlberg Online.

Das Ergebnis: Wer innerhalb des Providers auf ein Produkt mit höherer monatlicher Grundgebühr (Upgrade) umsattelt, zahlt bei den sechs untersuchten Anbietern nichts.

Ein Wechsel auf ein Produkt mit niedrigerer Grundgebühr (Downgrade) ist bei drei Anbietern innerhalb der Mindestvertragsdauer gar nicht möglich - UPC, MMC, Vorarlberg Online. "Wer nach der Mindestbindedauer umsteigt, zahlt meist Produktwechselkosten", sagt Zimmer. Bei den anderen drei Providern - AON, Net4You und Tele2 -geht ein Umstieg auf eine niedrigere Grundgebühr innerhalb der Mindestbindefrist nur unter bestimmten Bedingungen: eine neuerliche Vertragsdauer von zwölf Monaten und/oder einmalige Wechselgebühren. "Sie können bis zu 80 Euro ausmachen", sagt Zimmer.

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