Prammer: Alles tun für gutes, demokratisches, gewaltfreies Österreich

Prammer bei Abschlussveranstaltung "March of Remembrance and Hope"

Wien (SK) - "Wir müssen alles daran setzen, in Zukunft ein gutes, demokratisches und gewaltfreies Österreich und eine ebensolche Welt zu haben. Nicht schweigen und nicht wegschauen, wenn Antisemitismus und Rassismus stärker werden", forderte Nationalratspräsidentin Barbara Prammer bei der Abschlussveranstaltung des Projektes "March of Remembrance and Hope" am Mittwochabend auf dem Judenplatz. Die SchülerInnen, die an diesem Projekt teilgenommen haben, trugen Ausschnitte von Zeitzeugen-Berichten, Gedichte und persönliche Berichte zur Reise vor. ****

Die Präsidentin des Nationalrates forderte die SchülerInnen auf, "die Gelegenheit zu nutzen, mit Zeitzeugen und Überlebenden in Kontakt zu treten". "Ihr müsst die Chance nützen, mit ihnen zu reden, solange das noch möglich ist", so Prammer, "wir müssen uns tagtäglich unserer eigenen Geschichte bewusst sein. Je sensibler wir sind, desto besser sind wir für die Zukunft gerüstet". "Nicht vergessen" sei "eine Pflicht im Sinne des Erinnerns an die Opfer", betonte Prammer. Ein Zeitzeuge forderte die Jugendlichen auf: "Haltet die Freiheit und die Demokratie hoch und vergesst nicht! Gewähret den Menschen Achtung, Friede und Anerkennung".

Prammer, die auch schon letztes Jahr an der Abschlussveranstaltung des Projekts in der Hofburg teilnehmen durfte, bezeichnete den Judenplatz als "denkwürdigen Ort und würdigen Platz", um noch einmal zusammen zu kommen und über die Erfahrungen der Reise zu sprechen. Die Nationalratspräsidentin, die sich schon seit langem mit dem Thema Nationalsozialismus und Holocaust beschäftigt, erklärte, dass sie "leider noch zu der Generation gehörte, die im Geschichtsunterricht noch nicht darüber gesprochen haben". Erst während ihres Studiums habe sie sich intensiv damit befasst, vor allem das Thema Kinder in den Konzentrationslagern habe sie als Mutter zweier Kinder sehr berührt. Seit damals habe Prammer "keine einzige Befreiungsfeier des KZ Mauthausen verpasst". "Das ist mir eine persönliche Verpflichtung", so die Nationalratspräsidentin abschießend.

March of Remembrance and Hope: Acht österreichische Schulen nahmen teil

Acht österreichische Schulen nahmen heuer and der internationalen Gedenkveranstaltungen "March of Remembrance and Hope" teil. Die Schüler fuhren nach Polen, besuchten Krakau und marschierten vom Konzentrationslager Auschwitz ins Konzentrationslager Birkenau, wichtiger Bestandteil waren hierbei die Zeitzeugen, welche die Schüler begleiteten und an ihren Erinnerungen teilhaben ließen. Die Nationalratspräsidentin dankte den Veranstaltern, den SchülerInnen und Pädagogen für ihr Engagement. (Schluss) ar

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0001