"MONITOR": Speicherlandschaft steht vor großen Veränderungen

Speichervirtualisierung gehört zum Alltag - Speicher als Dienstleistung und Solid State Disks rücken in den Mittelpunkt

Wien (OTS) - Der Speicher-Markt wächst pro Jahr um rund 60
Prozent. Diese Feststellung des IKT-Marktforschers IDC hätte noch vor ein paar Jahren für Erstaunen gesorgt, inzwischen sind solche Zuwachsraten nichts Neues mehr, schreibt MONITOR-Autorin Alexandra Riegler. Trotz des enormen Wachstums habe sich in den Datenzentren auf den ersten Blick nicht viel verändert: Das Potenzial für Verbesserungen sei praktisch unverändert groß, weil mit der Zeit gewachsene Speicherlandschaften sich noch immer nicht reibungslos zusammenfügen lassen.

Die nahe Zukunft dürfte allerdings eine Reihe von Veränderungen bringen: So soll sich die Art und Weise signifikant verändern, wie Daten gespeichert und gemanagt werden. War es bislang üblich, dass die Kunden die Anbieter gegeneinander ausgespielt haben, um den niedrigsten Preis pro Gigabyte zu bekommen, so ließe sich laut IKT-Marktforscher Forrester durch den Fokus auf einen Anbieter Geld sparen - durch einfacheres Management, bessere Auslastung und die höhere Spezialisierung von Mitarbeitern.

Virtualisierung als eine Art Wundertechnologie des Speicher-Geschäfts ist inzwischen zum Alltag in Rechenzentren geworden. "Virtualisierung macht die Kapazitätsplanung ganzheitlicher", unterstreicht Thomas Bittman, Vice President bei Gartner. Die Bereitstellung neuer Systeme dauere nicht mehr Wochen und Monate, sondern oft nur mehr Tage. Einfacheres Management und ein höherer Automatisierungsgrad sind weitere Vorteile. Bittman empfiehlt virtualisierungswilligen Unternehmen allerdings, bei der Auswahl der Architektur auf Skalierbarkeit und den Funktionsumfang der Lösungen zu achten sowie das Angebot in Pilotprojekten zunächst zu testen.

IDC sieht Storage as a Service (SaaS) als ein interessantes Modell, mit dem Start-up-Unternehmen raschen Zugriff auf ausgewachsene Speicherstrukturen bekommen und Großunternehmen ihre Angst vor Kapazitätsengpässen verlieren könnten. Amazon zum Beispiel bietet die Datenspeicherung im Internet an. Die Verwendung des Simple Storage Service (S3) kostet in Europa 18 Cent pro Gigabyte. Über ein einfaches Webinterface lassen sich dabei Daten rund um die Uhr speichern bzw. abrufen. Mehr Ökonomie im Rechenzentrum versprechen auch Solid State Disks mit ihren gegenüber herkömmlichen Festplatten deutlich geringeren Betriebskosten. Mehr dazu erfahren sie im Schwerpunkt "Informationsmanagement & Storage" in der Mai-Ausgabe des MONITOR.

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