ÖSTERREICH: Gusenbauer-Scherz wird Fall fürs Parlament

Glawischnig will Sager in Parlamentspräsidiale besprechen

Wien (OTS) - Der Scherz von Bundeskanzler Alfred Gusenbauer über heimische Parlamentarier vor argentinischen Senatoren hat jetzt auch ein parlamentarisches Nachspiel. Die 3. Nationalratspräsidentin Eva Glawischnig kündigte im Interview mit ÖSTERREICH (Donnerstag-Ausgabe) an, die Angelegenheit in der Präsidiale des Nationalrats zum Thema zu machen: "Das tun wir ja auch, wenn sich ein Parlamentarier danebenbenimmt. Da ist eine scharfe Rüge fällig." Glawischnig kritisiert Gusenbauer scharf: "Das ist kein Witz mehr. Der Kanzler sucht auf billige Art einige Lacher - letztendlich beschimpft er ja das Land. Das ist nicht das, was man sich von einem staatstragenden Kanzler erwartet. Und es ist ein Schlag ins Gesicht aller Parlamentsmitarbeiter."

Eher mit Humor nimmt Bundesrats-Vize Albrecht Konecny den Scherz des Kanzlers: "Ich liebe schnoddrige Bemerkungen. Mir passieren sie auch."

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