- 14.05.2008, 16:27:16
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Neue "Lobby für die Familien"
"Österreichisches Familiennetzwerk" in Wien konstituiert - "Überparteilich und überkonfessionell" - Forderung nach deutlicher Entlastung der Familien im Rahmen der kommenden Steuerreform
Wien, 14.5.08 (KAP) Eine starke "Lobby für die Familien" will das
"Österreichische Familiennetzwerk" bilden, das sich am Dienstagabend
im Wiener "Club Stephansplatz 4" konstituiert hat. Das Netzwerk
versteht sich als "überparteilich und überkonfessionell" und will
Einzelpersonen, Organisationen, Einrichtungen aus Zivilgesellschaft,
Politik und Kirchen zusammenführen, die im Bereich der Familienarbeit
tätig sind. Bei der Veranstaltung im "Club Stephansplatz 4" votierte
der frühere Vorsitzende der Steuerreform-Kommission, Prof. Herbert
Kofler, für eine deutliche Entlastung der Familien im Rahmen der
kommenden Steuerreform. Kofler präsentierte verschiedene Modelle für
eine solche Entlastung; seine Präferenz liegt beim "steuerfreien
Existenzminimum", also einem Steuerfreibetrag in der Höhe des
Existenzminimums für jedes Familienmitglied, wobei auch spezifische
familiäre finanzielle Belastungen eingerechnet werden sollen. Auf die
Frage nach den Konsequenzen einer solchen Maßnahme sagte Prof.
Kofler, dass bei einem Gesamtvolumen der Steuerreform von 2,7
Milliarden Euro rund 500 bis 700 Millionen in die Kinder und Familien
investiert werden sollten.
Das neue "Familiennetzwerk" wird vom Leiter des "Instituts für Ehe
und Familie" (IEF), Prof. Günter Danhel (E-Mail:
guenter.danhel@ief.at), koordiniert. Astrid Kugler-Lang, die in
Vertretung von Prof. Danhel die Präsentation des Netzwerkes vornahm,
betonte im Gespräch mit "Kathpress", es gehe darum, eine "politische
Lobby" zu bilden, die Themenführerschaft rund um die Fragen der
Familie übernimmt und diese Themen auch öffentlich und politisch
vermittelt. Es gebe zwar bereits eine Vielzahl von Initiativen und
Bewegungen, die sich der Familienanliegen annehmen, bisher jedoch
keine übergreifende Plattform, die die breite Verankerung des Themas
in allen Schichten der Bevölkerung sichtbar werden lässt, so Astrid
Kugler-Lang. Vorbildwirkung für die Initiative habe insbesondere das
bereits seit längerem bestehende und erfolgreich agierende
"Familiennetzwerk" in Deutschland gehabt.
"Schule der Humanität"
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des "Familiennetzwerks"
verpflichten sich durch ihre Unterschrift unter eine gemeinsame
Grundlagencharta, in der ein umfassendes Bekenntnis zum Wert und zum
notwendigen Schutz der Familie formuliert ist. So wird die Familie
etwa als "Schule der Humanität" sowie als "Fundament von Gesellschaft
und Kultur" beschrieben; sie sei in der "Ehe zwischen Mann und Frau"
verwurzelt. Laut Astrid Kugler-Lang wird das "Familiennetzwerk" in
einem weiteren Schritt konkrete politische Forderungen ausarbeiten.
Unterzeichnet wurde die Grundlagencharta bereits von Repräsentanten
von mehr als 30 Organisationen und zahlreichen Persönlichkeiten aus
Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Medien und
Kirchen.
Zu den ersten Unterzeichnern der Grundlagencharta zählte der
Salzburger Weihbischof Andreas Laun. Im Gespräch mit "Kathpress"
betonte er die Bedeutung dieser Initiative. Derzeit sei ein
"Generalangriff verschiedenster Kräfte auf die Familie als
gesellschaftstragende Institution festzustellen", so Laun. Daher sei
es wichtig, "dass man sich mit klarer Vernunft und Engagement
zusammentut und gemeinsam eine starke Lobby für die Familie bildet".
Website präsentiert
Mit dem Gründungsakt wurde zugleich auch die offizielle Website des
"Familiennetzwerkes" (www.familiennetzwerk.at) freigeschaltet und der
Öffentlichkeit präsentiert. Die Website enthält aktuelle
Informationen zu familienpolitischen Themen, die Grundlagencharta
sowie eine Liste der bereits aktiven Unterstützer des Netzwerks.
Fotos vom Gründungsakt des Familiennetzwerkes sind unter
http://www.katholisch.at/content/site/presse/bilder/download/gallery/
96.html abrufbar.
O-Töne finden sich unter
http://www.katholisch.at/content/site/presse/otoene/index.html.
(forts)
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