VP-Gerstl: Minutengenaues Abrechnen im kostenpflichtigen Wiener Parkraum gefordert

m-parking: Stadt Wien kassiert auch die SMS Gebühren

Wien (VP-Klub) - "Schluss mit der Bewirtschaftung der Stadtkasse durch die parkenden Autofahrer!" forderte der Verkehrssprecher der ÖVP Wien, LAbg. Wolfgang Gerstl, in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit ÖVP Wien Konsumentenschutzsprecherin LAbg. Barbara Feldmann. "Am Ende jeder Autofahrt steht ein Parkplatz!" Diese Tatsache hat sich die Wiener Stadtregierung zu Herzen genommen und aus dem unumgänglichen Bedürfnis des Autofahrers nach einem Parkplatz eine lukrative Einnahmequelle erschlossen. Ein besonders pikantes Detail im Rahmen der Parkraumbewirtschaftung sei auch das Faktum, dass SMS-Gebühren, die beim m-parking anfallen, von den Telefongesellschaften an die Stadt Wien abzuliefern sind. "Diese Vorgehensweise ist an Unverfrorenheit, was das Abkassieren der Wiener SP-Stadtregierung betrifft, kaum zu überbieten", ärgert sich der VP-Verkehrssprecher. Durch die SMS Gebühren verteuert sich das m-parking um rund 30%, die im Wiener Budget verschwinden. "Die Stadt Wien muss auf dieses Körberlgeld verzichten und ein 0800-Nummern-System fürs Parken zur Verfügung stellen", so Gerstl.

Generell fordern Gerstl und Feldmann ein minutengenaues Abrechen im kostenpflichtigen Wiener Parkraum. Die AutofahrerInnen müssten sich nicht mehr im voraus auf eine bestimmte Parkdauer festlegen, die vielleicht gar nicht genützt wird, sondern starten mit einem Gratis-Anruf ihre Parkzeit und beenden diese später auf die gleiche Weise.

Minutenabrechung auch in Parkgaragen

Auch für Parkgaragen in Wien wird eine minutengenaue Abrechnung gefordert. "Die Stadt Wien fördert die Errichtung von Parkgaragen. Es wäre für die Stadt ein Leichtes, mit einem einzigen zusätzlichen Satz im Vertrag mit den Garagenbetreibern, einen solchen gerechten Abrechnungsmodus zu verlangen. Damit wäre nicht jeder Benutzer einer Parkgarage gezwungen, für mindestens eine Stunde Parkzeit zu bezahlen - unabhängig davon, ob der Parkplatz 5 Minuten, 30 Minuten oder 60 Minuten beansprucht wird", erläutert Gerstl.

Darüber hinaus fordert die ÖVP Wien ein Parkleitsystem für den gesamten bewirtschafteten Parkraum in Wien. Gerstl:"Die bessere Erfassung der Parkplatzsituation durch den Einsatz moderner Technologien und mehr Personal könnte den Parkplatzsuchverkehr um bis zu 25% reduzieren. Das heißt: weniger Lärm, weniger Emissionen und eine bessere Lebensqualität besonders im innerstädtischen Bereich."

Kurzparkdauer auf 3 Stunden erhöhen

Konsumentenschutzsprecherin Feldmann fordert, dass sich die Stadt den realen Bedingungen anpasst und die Parkzeitbeschränkung von derzeit zwei auf drei Stunden anheben solle. "Viele Termine, seien sie geschäftlicher Art oder Freizeit, wie ein Kino- oder Theaterbesuch sind in zwei Stunden einfach nicht unterzubringen. Eine Parkdauer von drei Stunden wäre daher sehr wohl gerechtfertigt", erläutert Feldmann.

Abschließend fordern Feldmann und Gerstl eine Rückerstattung der Parkpickerlkosten für die von der EURO-Fanzone betroffenen Anrainer. "Mindestens 400 Parkplätze fallen der Fanzone zum Opfer, die Stadt Wien muss entweder die bereits geleistete Parkometerabgabe für den Monat Juni rückerstatten oder den Betroffenen einen Parkplatz in einer innerstädtischen Parkgarage zur Verfügung stellen."

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