HAUBNER: Von Gesundheitsreform im Sinne der Patienten weit und breit keine Spur!

Haftung bei "Aut-idem"-Regelung völlig unklar - BZÖ fordert Vereinheitlichung der ärztlichen Grundversorgung

Wien (OTS) - "Die von SPÖ und ÖVP vorgelegten Pläne für eine Sanierung des Gesundheitsbereichs sind keine Gesundheitsreform, sondern bestenfalls ein Versuch zur Sanierung einzelner maroder Krankenkassen. Hier haben wir es mit einer Reform zu tun, die diesen Namen nicht verdient", kritisierte heute BZÖ-Gesundheitssprecherin NAbg. Ursula Haubner die von den Ministern Kdolsky und Buchinger präsentierte "Gesundheitsreform".

Nicht nur werde bei dieser "Reform" die Spitalsreform völlig ausgeklammert, sagte Haubner, die kritisierte, dass die rot-schwarze Bundesregierung mit ihren Maßnahmen in erster Linie die niedergelassenen Ärzte benachteilige: "Anstatt in der Verwaltung zu sparen, wird wieder nur bei den Steuerzahlern abkassiert und die freiberuflichen Ärzte werden zu den alleinigen Hauptschuldigen der Finanzmisere erklärt."

Die "Aut-idem"-Regelung - nicht der Arzt, sondern der Apotheker sucht das Medikament für den Patienten aus - werde vom BZÖ abgelehnt, da dies lediglich eine Verlagerung der Verantwortung von den Ärzten zu den Apothekern mit sich bringe. "Hier ist etwa völlig ungeklärt, wer im Fall von Komplikationen nach der Einnahme eines Arzneimittels haftet, der Arzt oder der Apotheker. Außerdem wird das Vertrauensverhältnis Patient-Arzt durch diese neue Art der Verschreibung automatisch geschwächt ", kritisierte die BZÖ-Gesundheitssprecherin.

Die Patienten-Quittung, wonach die Patienten nach jedem Arztbesuch eine Auflistung der Kosten erhalten, verursache einen weiteren Bürokratie-Schub und sei mit hohen Kosten verbunden. "Kostentransparenz ist wichtig und notwendig. Es ist aber sicherlich ausreichend, wenn die Patienten ein- oder zweimal jährlich eine Quittung über die verursachten Kosten erhalten", so Haubner.

Die BZÖ-Gesundheitssprecherin kritisierte weiters, dass die Regierungspläne kein bundeseinheitliches Leistungsangebot beinhalten würden. Anstatt wieder nur Geld zuzuschießen, müsse es endlich zu einer Vereinheitlichung der ärztlichen Grundversorgung kommen. "Wir brauchen dringend in ganz Österreich ein einheitliches Leistungsangebot an den Versicherten, einheitliche Leistungshonorare für Ärzte sowie eine einheitliche, verpflichtende Behandlungsökonomie", forderte Haubner.

"Die von der Regierung geplante Holding im Gesundheitsbereich wird nach dem alten rot-schwarzen Prinzip parteipolitisch aufgebläht und besetzt werden. Diese Gesundheitspläne von SPÖ und ÖVP führen nur zu einer Verunsicherung bei den Patienten. Von einer echten Reform kann daher keine Rede sein", so Haubner abschließend. (Schluss)

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