Memory-Bus-Tour 2008: "Lachen ist Leben"

Das fahrende Gedächtnistraining von Pfizer wieder unterwegs. Download von Video- und Audiomaterial siehe Ende dieser Meldung!

Wien, 14. Mai 2008 (OTS) - Am 14. Mai startet der Memory-Bus, das fahrende Gedächtnistraining von Pfizer, seine Tour quer durch Österreich. Bereits zum sechsten Mal hat sich die Initiative Memory-Bus zum Ziel gesetzt, auf Alzheimer-Demenz aufmerksam zu machen und vor allem die rechtzeitige Diagnose und somit auch eine möglichst effiziente Therapie zu fördern. "Frühe Hinweise auf eine beginnende Demenz sind nachlassendes Gedächtnis, Schwierigkeiten, einem Gespräch zu folgen, ungenaue, weitschweifende Antworten auf Fragen sowie die Mühe, sich an Gespräche und Ereignisse zu erinnern, selbst wenn diese nicht lange zurückliegen", erläutert Prim. Dr. Andreas Walter vom Geratriezentrum am Wienerwald. "Allgemeinmediziner wie auch Fachärzte sollten auf diese ersten Symptome unbedingt aufmerksam werden und sie nicht nur als Alterserscheinung abtun. Die frühzeitige Erkennung von Demenz ist für die Therapie besonders entscheidend. Patienten mit so genanntem Mild Cognitive Impairment -also objektiven Hirnleistungsstörungen - stellen mit einer Konversionsrate von 12 bis 15 Prozent pro Jahr eine Hochrisikogruppe für Demenzerkrankungen dar."

Frühe Therapie entscheidend

Wird die Diagnose einer Alzheimer-Demenz gestellt, ist es entscheidend, dass der Patient rasch auf eine wirksame Therapie eingestellt wird. "Auch wenn die Erkrankung nach derzeitigem Stand der Medizin noch nicht heilbar ist, profitieren Patienten von einer frühen Therapie durch eine verbesserte Lebensqualität", so Prim. Dr. Alexander Sattler von der Tagesklinik Wien im Sanatorium Döbling. Von einer höheren Lebensqualität und Selbstständigkeit profitieren letztendlich auch die Angehörigen. Denn Pflege und Betreuung von Alzheimer-Patienten ist auch heute noch in erster Linie "Familiensache". 80 Prozent der Demenzkranken leben zu Hause und werden von ihren nächsten Angehörigen betreut.

Pflegende Angehörige zumeist Frauen

"Besonders Frauen sind oft mehrfach belastet", weiß Mag. Antonia Croy, Präsidentin von "Alzheimer Angehörige Austria". "Mehr als 42 Prozent der Pflegeleistungen wird von Kindern, vor allem von Töchtern und Schwiegertöchtern geleistet. 80 Prozent der Pflegenden sind Frauen!" Da immer mehr Frauen einer Berufstätigkeit nachgehen und immer weniger Frauen die Möglichkeit und Bereitschaft haben, Angehörige zu pflegen, wird das Problem der Pflege von Alzheimer-Patienten, deren Zahl durch die höhere Lebenserwartung auch ansteigt, in den nächsten Jahren noch zusätzlich an Bedeutung gewinnen. Croy: "Zum einen ist es notwendig, Pflegeberufe aufzuwerten und diese Arbeit auch entsprechend zu honorieren. Zum anderen müssen die ambulanten Versorgungsstrukturen den Erfordernissen angepasst werden. Auf gesundheits- und sozialpolitischer Ebene müssen baldigst Lösungen für 24-Stunden-Betreuung im mobilen Bereicht, Supervision und Weiterbildung für pflegende Angehörige sowie die Finanzierung der Pflege gefunden werden!"

Prof. Lotte Tobisch-Labotyn, Ehrenvorsitzende der Österreichischen Alzheimer Liga, unterstützt den Memory-Bus schon seit 2003. Auch ihr besonderes Anliegen ist die Unterstützung der Angehörigen. "Natürlich trägt die Therapie stark zur Lebensqualität bei", so Tobisch-Labotyn, "aber letztendlich hängt auch von den Angehörigen ab, wie der Alltag und die Lebensqualität eines an Alzheimer erkrankten Menschen aussieht. Wie wertvoll die Arbeit der pflegenden Angehörigen ist, darf nicht unterschätzt werden."

Motto 2008: "Lachen ist Leben"

Lachen ist nicht nur der beste Weg, jung zu bleiben, sondern fördert durch die Aktivierung von Blutkreislauf und Gehirn auch die geistige Gesundheit. Passend zum diesjährigen Memory-Bus-Motto "Lachen ist Leben" findet heuer eine Kooperation mit den ROTE NASEN Clowndoctors statt, die im Rahmen eines spezielles Geriatrieprogramms älteren Menschen von Wien bis Vorarlberg ein Lachen aufs Gesicht zaubern werden. "Wir haben das Geriatrieprogramm bereits 1999 ins Leben gerufen und seit 2003 auch in anderen europäischen Ländern etabliert", berichtet Monica Culen, Geschäftsführerin von ROTE NASEN Clowndoctors International. "Gerade alte, kranke Menschen brauchen Humor so dringend, um den Funken der Lebensfreude wieder zu zünden und aktiv am Leben teilhaben zu können."

Aktivitäten rund um den Bus

Neben den Clowndoctors wird der Bus von einem erfahrenen Expertenteam begleitet: Rund um den Bus werden Gedächtnistrainingsübungen und Spiele zum Thema "geistig fit ins Alter" durchgeführt. Interessierte können interaktiv am Computer ihr Gedächtnis mit der KogCheck-CD testen und feststellen, wie es um die eigene geistige Fitness bestellt ist. Für Fragen zum Thema Demenzerkrankungen und Möglichkeiten zur Früherkennung steht den Besuchern auch dieses Jahr mit Dr. Peter Rosenberger wieder ein erfahrener Arzt zur Verfügung. Eine Diagnosestellung kann im Bus jedoch nicht durchgeführt werden, diese sollte beim Facharzt für Neurologie und Psychiatrie erfolgen.

Download von Videomaterial unter www.memorybus.at
Download von Audiomaterial unter www.o-ton.at

Weitere Footage kann beim Rückfragekontakt angefordert werden!

Rückfragen & Kontakt:

Rückfragehinweis:
Vera Lange
Initiative Memory-Bus c/o Trimedia Communications Austria
Tel: 01/524 43 00
E-Mail: vera.lange@trimedia.at

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