Industrie würdigt "Best Practice Beispiele für eine effiziente Verwaltung"

Buch "Herausforderung Verwaltungsreform" präsentiert - IV: "Erste Schritte der Regierung, Engagement jedoch unzureichend" - Funktionierende Verwaltung immer größeres Standort-Asset

Wien (OTS) - (PdI) - Die Industriellenvereinigung (IV) verstehe
sich als "Mahnerin und Impulsgeberin für Reformen", so der Präsident der Industriellenvereinigung (IV) Dr. Veit Sorger zur Grundidee der Industrie hinter dem gestern, Dienstag, im Wiener Haus der Industrie vorgestellten Buch "Herausforderung Verwaltungsreform - Best Practice Beispiele für eine effiziente Verwaltung". In diesem Sinne sei das neue Buch nicht als eine Rückschau auf bisher erfolgreiche Abschnitte der Verwaltungsreform zu verstehen, sondern auch als "eine Art kritischer Zwischenbericht, der durch Beschreibung und Bewertung vorhandener Projekte weitere Veränderungsprozesse anstoßen will".

Der Zugang der IV zum Thema "Verwaltungsreform" sei dabei naturgemäß in erster Linie ein wirtschaftlicher: "Im betriebswirtschaftlichen Bereich ist ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess unabdingbar. Im öffentlichen Bereich ist dies allerdings leider noch nicht selbstverständlich", so Sorger. Handlungsbedarf bestehe aus Sicht der Industrie nicht zuletzt deshalb, weil die Fülle der in Österreich vorgeschriebenen behördlichen Informationspflichten die "Wettbewerbsfähigkeit der Industrie beeinträchtigt, und somit dem gesamten Wirtschaftsstandort Schaden zufügt". Die Belastung für österreichische Unternehmen durch Verwaltungskosten beläuft sich auf 4,3 Milliarden Euro jährlich, das entspricht 1,6 Prozent des Bruttoinlandproduktes.

IV-Generalsekretär Mag. Markus Beyrer betonte in seinem Eröffnungsstatement, "eine funktionierende, effiziente und schlanke Verwaltung wird immer mehr zum Standort-Asset, um das sich die IV als 'Anwältin des Standortes' naturgemäß intensiv und mit Nachhaltigkeit bemüht". In den vergangenen Jahren seien hier bereits erste positive Schritte gesetzt worden, wobei Beyrer die Reform des Haushaltsrechtes und das Standard-Cost-Model als Beispiele anführte. "Das Standard-Cost-Model wird in den Niederlanden, Dänemark, Großbritannien, der Tschechischen Republik, Deutschland sowie auf EU-Ebene bereits erfolgreich angewandt und hat sich als probates Mittel erwiesen, die Verwaltungskosten für Unternehmen zu senken." Auf Betreiben der IV wird das Modell jetzt auch in Österreich etabliert. Bis 2010 sollen die einzelnen Ressorts ihre Verwaltungskosten um 25 % reduzieren. Dies sei sowohl "ein realistischer Zeitplan, als auch ein realistisches Volumen eines sinnvollen und zukunftsfähigen Projektes", so der IV-Generalsekretär. Trotz einzelner positiver Impulse, vermisst Beyrer aber ausreichendes Engagement in Sachen Verwaltungsreform auf Seiten der großen Koalition: "Der jüngste Entwurf der SPÖ-ÖVP-Expertengruppe zur Verfassungsreform beinhaltet etwa weder eine wirkliche inhaltliche Neuordnung der Bund-Länder-Kompetenzen noch eine ordentliche Darstellung des Sparpotenzials."

Der Initiator des Buches, IV-Vizegeneralsekretär Ing. Mag. Peter Koren, erklärte, die Veraltungsreform müsse als ein kontinuierlicher Prozess gesehen werden: "Verwaltungs- und Staatsreform beginnt und endet nicht", so Koren. Es gebe zahlreiche positive Beispiele für "Best Practice" in der heimischen Verwaltung. Intention des vorliegenden Buches sei es gewesen, die entsprechenden Vertreterinnen und Vertreter für innovative Administration "vor den Vorhang zu bitten, da sie als Vorbilder für andere im öffentlichen Sektor dienen können". Dementsprechend dankte Koren den Autorinnen und Autoren ganz besonders für ihre "vielen spannenden, engagierten und innovativen Ideen und Projekte", welche diese als Beiträge für das Buch zur Verfügung gestellt hatten.

Die Autorenschaft des Buches "Herausforderung Verwaltungsreform -Best Practice Beispiele für eine effiziente Verwaltung" umfasst Expertinnen und Experten aus den verschiedensten Fachgebieten der österreichischen Verwaltung - unter anderem Generalleutnant Mag. Othmar Commenda, Botschafter Sektionsleiter Mag. Martin Falb, Botschafter Generalsekretär Dr. Johannes Kyrle, Sektionschef Dr. Gerhard Steger und Sektionsleiter Mag. Dr. Michael Losch. Herausgegeben wurde das Buch von Veit Sorger, Markus Beyrer, Peter Koren und dem langjährigen Bereichsleiter Rechtspolitik, MMag. (FH) Stefan Mara.

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