Aut idem: Apotheker begrüßen neue Regelung

Intensive Vorbereitung - Aufklärung für Patienten

Wien (OTS) - Die österreichische Apothekerschaft begrüßt die Aut idem-Regelung der Gesundheitsreform. Ab dem Jahr 2010 werden die Apotheker auf Basis der ärztlichen Verordnung ein wirkstoffgleiches günstiges Medikament für den Patienten abgeben. "Ich gratuliere unserer Gesundheitsministerin zu diesem Schritt. Aut idem ist eine moderne Form der Arzneimittelabgabe, die sich bereits in vielen europäischen Ländern bewährt hat. Wir bereiten uns intensiv auf diese neue Regelung vor. Ich bin sehr zuversichtlich, dass Aut idem in Österreich erfolgreich ablaufen wird", ist Mag.pharm. Heinrich Burggasser, Präsident der Österreichischen Apothekerkammer überzeugt.

Aut idem - Information in der Apotheke

Die Umsetzung von Aut idem wird in der Praxis folgendermaßen ablaufen: Die Patienten erhalten wie gewohnt in den Ordinationen ihre Rezepte. Entsprechend der vom Arzt festgestellten notwendigen Therapie hat der Arzt natürlich die Freiheit, ein konkretes Medikament oder stattdessen den passenden Wirkstoff zu verschreiben. In der Apotheke wählt der Apotheker aus wirkstoffgleichen Medikamenten ein wirtschaftlich günstiges Präparat aus. Die Nachbaupräparate - so genannte Generika - ermöglichen es, dass der Patient ein qualitativ gleichwertiges Medikament zu einem günstigeren Preis erhält. Eines der obersten Ziele der Apotheker ist die Therapietreue der Patienten. Wer auf sein bisher gewohntes Präparat besteht, soll es auch weiterhin erhalten. "Sobald alle Details klar sind, werden wir ein Informationsblatt für die Apothekenkunden vorbereiten, um mögliche Unsicherheiten und Ängste vor der neuen Regelung nicht aufkommen zu lassen", stellt Burggasser in Aussicht.

Viele Medikamente sind auf Grund ihrer Zusammensetzung und Wirkungsweise völlig gleichzusetzen. Sie können untereinander problemlos ausgetauscht werden. Einziger Unterschied ist der Preis der jeweiligen Präparate. Bei "Aut idem" handelt es sich um eine direkt umsetzbare Möglichkeit für die Krankenkassen bei Medikamenten zu sparen, ohne dass für die Patienten eine Verschlechterung eintritt. Konkret wird das Sparpotenzial einer "Aut idem"-Regelung laut einer Studie des Österreichischen Bundesinstituts für Gesundheitswesen (ÖBIG) auf rund 35 Millionen Euro pro Jahr geschätzt. Andere Schätzungen liegen noch deutlich höher.

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