• 14.05.2008, 09:49:41
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  • OTS0078 OTW0078

Aut idem: Apotheker begrüßen neue Regelung

Intensive Vorbereitung - Aufklärung für Patienten

Wien (OTS) - Die österreichische Apothekerschaft begrüßt die Aut
idem-Regelung der Gesundheitsreform. Ab dem Jahr 2010 werden die
Apotheker auf Basis der ärztlichen Verordnung ein wirkstoffgleiches
günstiges Medikament für den Patienten abgeben. "Ich gratuliere
unserer Gesundheitsministerin zu diesem Schritt. Aut idem ist eine
moderne Form der Arzneimittelabgabe, die sich bereits in vielen
europäischen Ländern bewährt hat. Wir bereiten uns intensiv auf diese
neue Regelung vor. Ich bin sehr zuversichtlich, dass Aut idem in
Österreich erfolgreich ablaufen wird", ist Mag.pharm. Heinrich
Burggasser, Präsident der Österreichischen Apothekerkammer überzeugt.

Aut idem - Information in der Apotheke

Die Umsetzung von Aut idem wird in der Praxis folgendermaßen
ablaufen: Die Patienten erhalten wie gewohnt in den Ordinationen ihre
Rezepte. Entsprechend der vom Arzt festgestellten notwendigen
Therapie hat der Arzt natürlich die Freiheit, ein konkretes
Medikament oder stattdessen den passenden Wirkstoff zu verschreiben.
In der Apotheke wählt der Apotheker aus wirkstoffgleichen
Medikamenten ein wirtschaftlich günstiges Präparat aus. Die
Nachbaupräparate - so genannte Generika - ermöglichen es, dass der
Patient ein qualitativ gleichwertiges Medikament zu einem günstigeren
Preis erhält. Eines der obersten Ziele der Apotheker ist die
Therapietreue der Patienten. Wer auf sein bisher gewohntes Präparat
besteht, soll es auch weiterhin erhalten. "Sobald alle Details klar
sind, werden wir ein Informationsblatt für die Apothekenkunden
vorbereiten, um mögliche Unsicherheiten und Ängste vor der neuen
Regelung nicht aufkommen zu lassen", stellt Burggasser in Aussicht.

Viele Medikamente sind auf Grund ihrer Zusammensetzung und
Wirkungsweise völlig gleichzusetzen. Sie können untereinander
problemlos ausgetauscht werden. Einziger Unterschied ist der Preis
der jeweiligen Präparate. Bei "Aut idem" handelt es sich um eine
direkt umsetzbare Möglichkeit für die Krankenkassen bei Medikamenten
zu sparen, ohne dass für die Patienten eine Verschlechterung
eintritt. Konkret wird das Sparpotenzial einer "Aut idem"-Regelung
laut einer Studie des Österreichischen Bundesinstituts für
Gesundheitswesen (ÖBIG) auf rund 35 Millionen Euro pro Jahr
geschätzt. Andere Schätzungen liegen noch deutlich höher.

Rückfragehinweis:

Österreichische Apothekerkammer
   Presse und Kommunikation
   Mag. Gudrun Reisinger und Mag. Jutta Pint
   Tel.: 01/404 14 DW 600 und DW 601
   Mobil: 0664-1615849 und Mobil: 0664-5350722
   E-Mail: gudrun.reisinger@apotheker.or.at
   E-Mail: jutta.pint@apotheker.or.at

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