AK Studie zeigt: Spekulativer Zinshausboom in Wien treibt Mieten in die Höhe 1

Klare Mietenbegrenzung und Dämpfung der indexgebundenen Mietenerhöhungen gefordert

Wien (OTS) - In den letzten Jahren gab es in Wien einen
regelrechten Zinshausboom. Finanzinvestoren und Immofonds veranlagten ihr Geldvermögen in vor 1919 gebaute Zinshäuser und trieben so die Preise für Häuser und Grundstücke in die Höhe. Insbesondere in den Jahren seit 2003 sind die Preise für Zinshäuser explodiert. "Leidtragende dieses spekulativen Zinshausbooms sind die Mieter und Wohnungssuchenden. Sie müssen teure Mieten bezahlen, damit die Renditen für die Finanzinvestoren passen", kritisiert Franz Köppl, Wohnpolitikexperte der AK. Damit wird auch das Mietenniveau in allen Segmenten des privaten Wohnungsmarktes in die Höhe getrieben. Die Erwartung hoher Mieterträge steigert aber wieder die Zinshauspreise. "Es kommt zu einer Zinshauspreis-Mieten-Spirale, die Wohnen für alle empfindlich verteuert", sagt Köppl. Das ist das wesentliche Ergebnis einer Studie der AK über die Veränderungen der Eigentümerstruktur im Wiener privaten Althausbestand. "Nur mit einer klaren Mietenbegrenzung kann der Mechanismus dieser Zinshauspreis-Mieten-Spirale und der laufenden Verteuerung von Wohnraum unterbrochen werden", sagt Köppl.

Außerdem fordert die AK:
+ Klare Mietenbegrenzung: maximal 30 Prozent Zuschläge zum Richtwert + Eindämmung der indexgebundenen Mietenerhöhungen (Schwellenwert 10 Prozent)
+ Entlastung der Mieter durch Beschränkungen bei überwälzbaren Hausnebenkosten, z.B. keine Überwälzung der Grundsteuer, Begrenzungen bei Überwälzung von Versicherungskosten und Verwaltungskosten

(Forts.)

Rückfragen & Kontakt:

Doris Strecker
AK Wien Kommunikation
tel.: (+43-1) 501 65-2677
tel.: (+43)664 845 41 52
doris.strecker@akwien.at
wien.arbeiterkammer.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW0001