Telekom Austria Group: 1. Qu. 08 getrieben von MDC-Konsolidierung und starkem internationalen Beitrag - TEIL 1

Wien (OTS) - - Beide Segmente tragen zu einem Anstieg der Umsatzerlöse um 9,9 % auf 1.259,6 Mio. EUR bei

- EBITDA steigt um 4,7 % auf 498,6 Mio. EUR getrieben durch starke Performance in der Mobilkommunikation und Konsolidierung der MDC

- Kundenbasis in der Mobilkommunikation erhöht sich um 50,2 % auf 15,9 Mio. Kunden

- Rückgang der Festnetzabmeldungen auf 32.400 halbiert; Breitband Neuzugänge steigen um 138,9 %

- Erhöhung der Festnetz-Breitband-Anschlüsse um 13,3 % auf 817.600

- Ausblick für Geschäftsjahr 2008 bestätigt

- Antrag auf zumindest stabile Dividende von 0,75 Cent pro Aktie für 2008 geplant

Wien, 14. Mai 2008 - Die Telekom Austria Group (VSE: TKA, OTC US:
TKAGY) verlautbarte heute die Finanzergebnisse für das 1. Quartal 2008 mit Ende 31. März 2008.

Die Umsatzerlöse stiegen im 1. Qu. 08 im Vergleich zum 1. Qu. 07 als Ergebnis der Konsolidierung von MDC und eTel sowie der starken Performance der internationalen Beteiligungen um 9,9 % auf
1.259,6 Mio. EUR.

Das EBITDA stieg aufgrund der Konsolidierung der MDC und höherer Beiträge aus den bestehenden Beteiligungen in der Mobilkommunikation um 4,7 % auf 498,6 Mio. EUR.

Das Betriebsergebnis erhöhte sich trotz gestiegener Abschreibungen vor allem aufgrund der Konsolidierung von Akquisitionen und neu gegründeten Unternehmen.

Der Nettoüberschuss sank im 1. Qu. 08 um 11,9 % auf 129,7 Mio. EUR. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf höhere Zinsaufwendungen durch die Akquisition von MDC zurückzuführen. Der Gewinn je Aktie verringerte sich aufgrund eines geringeren Nettoüberschusses um 8,4 % auf 0,29 EUR. Eine geringere Anzahl von sich im Umlauf befindlichen Aktien als Folge des Aktienrückkaufes im Jahr 2007 konnte diesen Rückgang teilweise kompensieren.

Die Anlagenzugänge für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte gingen im 1. Qu. 08 aufgrund geringerer Investitionen in immaterieller Vermögenswerte im Segment Mobilkommunikation um 4,6 % auf 159,6 Mio. EUR zurück. Die immateriellen Vermögenswerte in der Mobilkommunikation inkludierten im 1. Qu. 07 die erworbene Lizenz für die Republik Mazedonien in Höhe von 10,0 Mio. EUR, die höhere immaterielle Vermögenswerte im Segment Festnetz überkompensierten. Die Sachanlagenzugänge blieben stabil.

Entsprechend unseres Fokus den Verschuldungsgrad zu reduzieren, konnte die Nettoverschuldung per Ende März 2008 im Vergleich zu Ende Dezember 2007 um 3,8 % auf 4.237,8 Mio. EUR verringert werden. Das Verhältnis Nettoverschuldung zu EBITDA (letzten 12 Monate) sank somit von 2,4x auf 2,3x.

"Das 1. Quartal 2008 zeigt eine solide Performance entsprechend dem Ausblick für das Geschäftsjahr 2008 und ist durch Umsatz- und EBITDA-Wachstum gekennzeichnet, das in erster Linie von der Konsolidierung der weißrussischen MDC und starken internationalen Beiträgen getrieben wurde. Der Rückgang des Jahresüberschusses ist auf höhere Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit dem Einstieg in Weißrussland zurückzuführen. Die Nettoverschuldung konnte durch Cash-Flow Generierung gesenkt werden. Trotz eines anhaltend herausfordernden Marktumfeldes, gelang es dem Segment Festnetz den Rückgang der Festnetzanschlüsse durch erfolgreiche Produkt- und Marketinginitiativen zu verlangsamen - mit einem Minus von 32.400 Anschlüssen konnte der Rückgang halbiert und die Breitband-Nettozugänge mehr als verdoppelt werden. Die Umsatzerlöse im Festnetz stiegen leicht, während höhere Kosten inklusive einmaliger Aufwendungen das EBITDA belasteten. Das Segment Mobilkommunikation profitierte weiterhin von der starken Performance der internationalen Unternehmen, getrieben vor allem von einem 50,2%-igen Kundenwachstum. Das heimische Mobilkommunikationsgeschäft zeigte einen starken Anstieg der Kundenbasis und die EBITDA-Marge konnte aufgrund niedrigerer Marketing- und Vertriebskosten ausgebaut werden. Für 2008 bestätigen wir den Jahresausblick und planen basierend auf der starken Cash Flow Generierung eine Dividende von zumindest EUR 0,75 für 2008 vorzuschlagen. Wir sind zuversichtlich, dass die Konsolidierung der weißrussischen MDC und höhere Beiträge aus den kürzlich gegründeten Unternehmen in der Republik Serbien und Mazedonien das Wachstumsprofil der Telekom Austria Group weiterhin verstärken werden", so Dipl.-Ing. Dr. Boris Nemsic, CEO der Telekom Austria Group.

Zusammenfassung

in Mio. EUR 1. Qu. 08 1. Qu. 07 Veränd. in % Umsatzerlöse 1.259,6 1.145,8 9,9 % EBITDA 498,6 476,3 4,7 % Betriebsergebnis 215,2 212,1 1,5 % Nettoüberschuss 129,7 147,2 -11,9 % Gewinn je Aktie (in EUR) 0,29 0,32 -8,4 % Anlagenzugänge 159,6 167,3 -4,6 % in Mio. EUR 31. März 08 31. Dez. 07 Veränd. in % Nettoverschuldung 4.237,8 4.407,2 -3,8 %

Lagebericht

Änderung der Finanzberichterstattung
Beginnend mit 3. Qu. 07 zeigt die Telekom Austria Group gemäß IAS 8.14 Zinsaufwendungen aus langfristigen Rückstellungen für MitarbeiterInnen nicht mehr im Personalaufwand, sondern im Finanzergebnis. Diese Umgliederung wurde gewählt, da das Unternehmen überzeugt ist, somit eine genauere Darstellung zu erreichen. Die Vergleichszahlen für die drei Monate bis 31. März 2007 wurden dementsprechend angepasst. Für den Zeitraum von 1. Jänner 2007 bis 31. März 2007 erhöhten sich einerseits die Zinsaufwendungen um 1,4 Mio. EUR und andererseits sanken die Personalaufwendungen um denselben Betrag.

Marktumfeld
Die Telekom Austria Group war im 1. Qu. 08 weiterhin in einem Marktumfeld tätig, das durch einen starken Wettbewerb in beiden Segmenten in Österreich gekennzeichnet war. Niedrige Preise für Sprachtelefonie und mobiles Breitband in der Mobilkommunikation führten zu einer Fortsetzung der Migration vom Festnetz zur Mobilkommunikation. Um das Kerngeschäft des Festnetzes abzusichern, wurde ein attraktives Breitband-Produkt-portfolio mit höheren Bandbreiten sowie attraktiven Produktbündeln entwickelt.

Die österreichische Regulierungsbehörde legte symmetrische Terminierungsentgelte in der Höhe von 5,72 Cent ab dem 1. Jänner 2009 für alle Mobilkommunikationsunternehmen fest. mobilkom austria musste bereits mit 1. Jänner 2008 die Terminierungsentgelte auf das Niveau von 5,72 Cent absenken. Infolge dessen ist seitens mobilkom austria keine weitere stufenweise Reduktion der Terminierungsentgelte vorzunehmen.

Die internationalen Beteiligungen der Telekom Austria Group verzeichneten aufgrund des Kundenwachstums erneut eine starke Performance. Die Konsolidierung der MDC in Weißrussland sowie höhere Beiträge von den neu gegründeten Unternehmen in der Republik Serbien und in der Republik Mazedonien werden das Wachstumsprofil der Telekom Austria Group im Jahr 2008 stärken.

Die Einführung einer Regulierung der internationalen Roaming-Sprachtarife ab dem 2. Halbjahr 07 wird das Ergebnis der Telekom Austria Group in den ersten drei Quartalen des Jahres 2008 im Vergleich zu den Vorjahresperioden beeinflussen.

Umsatzerlöse und Betriebsergebnis nach Segmenten

Festnetz

in Mio. EUR 1. Qu. 08 1. Qu. 07 Veränd. in % Umsatzerlöse 521,9 510,8 2,2 % EBITDA 157,3 194,3 -19,0 % Betriebsergebnis 30,3 55,6 -45,5 %

Erfolgreiche Produkt- und Marketingaktivitäten im 4. Qu. 07 und 1. Qu. 08 verlangsamten den Rückgang der Festnetzanschlüsse von 62.900 im 1. Qu. 07 auf 32.400 im 1. Qu. 08. Die Anzahl der Festnetzanschlüsse betrug 2,4 Mio. per Ende 1. Qu. 08 im Vergleich zu 2,6 Mio. per Ende 1. Qu. 07.

Die Anzahl der Festnetz-Breitband-Anschlüsse stieg per Ende des 1. Qu. 08 um 13,3 % auf 817.600 Breitband-Anschlüsse inklusive 71.800 Wholesale-Anschlüsse. Dieses Wachstum ist auf das Bündel-Produkt, das Festnetz, Breitbandinternet und bis zu drei SIM-Karten umfasst und im Rahmen einer Werbeaktion vom 15. November 2007 bis zum 15. Jänner 2008 angeboten wurde, zurückzuführen. Die Anzahl der Breitband-Neuzugänge konnte im Vergleich zum 1. Qu. 07 mit einem Anstieg von 138,9 % auf 66.900 Neukunden mehr als verdoppelt werden.

Die durchschnittlichen Erlöse pro Festnetzanschluss, die im Wesentlichen Erlöse aus Sprachtelefonie, Grundentgelten, Breitband sowie aonTV enthalten, verringerten sich um 2,7 % von 33,6 EUR im
1. Qu. 07 auf 32,7 EUR im 1. Qu. 08. Als Folge der erfolgreichen Werbeaktion des Bündel-Produktes gingen die durchschnittlichen Erlöse pro Festnetz-Breitband-Retail-Kunden um 37,4 % von 27,3 EUR zurück. Die Einführung des Bündel-Produktes unterstützte die Absicherung der Festnetzanschlüsse sowie die damit verbundenen Erlöse aus monatlichen Grundentgelten.

Die Anzahl der entbündelten Leitungen erhöhte sich auf 299.600 im Vergleich zu 235.900 per Ende März 2007. Die Quartal-zu-Quartal-Wachstumsrate ist von 6,0 % im 4. Qu. 07 auf 3,6 % im 1. Qu. 08 zurückgegangen.

Die Anzahl der Sprachminuten sank aufgrund der Migration vom Festnetz zur Mobilkommunikation im 1. Qu. 08 um 5,2 % auf 1,0 Mrd. Minuten. Dies wurde teilweise durch den Beitrag von eTel ausgeglichen.

Der Sprachtelefonie-Marktanteil von Telekom Austria im Segment Festnetz konnte vor allem aufgrund der Konsolidierung von eTel und einer geänderten Marktanteilsdefinition von 58,1 % auf 60,8 % per Ende 1. Qu. 08 gesteigert werden.

Höhere Umsatzerlöse aus Wholesale Sprachtelefonie & Internet trugen im 1. Qu. 08 im Wesentlichen zu einem Anstieg der Festnetz-Erlöse um 2,2 % auf 521,9 Mio. EUR bei und konnten die geringeren Erlöse aus der Sprachtelefonie teilweise kompensieren.

Die Erlöse aus Sprachtelefonie-Verbindungsentgelten fielen um 3,2 % auf 83,9 Mio. EUR, da der Beitrag aufgrund der Konsolidierung von eTel den Rückgang des Verkehrsvolumens teilweise ausgleichen konnte. Der Durchschnittstarif erhöhte sich im 1. Qu. 08 im Vergleich zur Vorjahresperiode um 1,3 % auf 7,7 Cent pro Minute. Diese Entwicklung ist auf ein geändertes Telefonieverhalten in Richtung teurerer Destinationen zurückzuführen.

Die Umsatzerlöse aus Grundentgelten & sonstigen Spracherlösen verringerten sich aufgrund einer geringeren Anzahl von Festnetzanschlüssen um 3,9 % auf 116,7 Mio. EUR.

Die Erlöse aus öffentlichen Sprechstellen & Mehrwertdiensten blieben mit 11,0 Mio. EUR im 1. Qu. 08 nahezu stabil. Höhere Umsätze aus interaktiven TV-Gaming-Diensten und der Konsolidierung von eTel konnten die geringeren Erlöse aus öffentlichen Sprechstellen kompensieren.

Erlöse aus Daten & IT-Lösungen inkl. Wholesale stiegen aufgrund von neuen Housing und Hosting Projekten sowie der Konsolidierung von eTel um 3,1 % auf 108,3 Mio. EUR.

Die Umsatzerlöse im Bereich Internetzugang & Media sanken um 11,4 % auf 60,9 Mio. EUR, da der starke Anstieg der Breitband-Kundenanzahl sowie die Konsolidierung von eTel die geringeren Breitband-Preise, die für die Absicherung der Festnetzanschlüsse angeboten wurden, nur teilweise kompensieren konnten.

Die Erlöse aus Wholesale-Sprachtelefonie & Internet stiegen um 21,0 % auf 110,8 Mio. EUR aufgrund von höheren internationalen Wholesale-Sprach-telefonie-Erlösen, die die niedrigeren Wholesale-Internet-Erlöse ausgleichen konnten. Die Konsolidierung von eTel trug ebenfalls zu diesem Wachstum bei.

Die sonstigen Umsatzerlöse im Segment Festnetz stiegen um 15,2 % auf 30,3 Mio. EUR vor allem aufgrund der Konsolidierung der Mass Response Service GmbH (MRS), die die niedrigeren Erlöse aus Endgeräten mehr als ausgleichen konnte. Die Mass Response Service GmbH (MRS), ist ein Anbieter von interaktiven TV-Lösungen und wurde im 4. Qu. 07 erworben.

Das EBITDA verringerte sich im 1. Qu. 08 aufgrund höherer Kosten um 19,0 % auf 157,3 Mio. EUR. In den höheren Kosten sind auch einmalige Aufwendungen in der Höhe von 12 Mio. EUR für Werbeaktionen, Hardware-Upgrades sowie Kosten für die Vorbereitung der UEFA EURO 2008TM inkludiert. Der Erfolg der Werbeaktion für das KombiPaket führte zu höheren Installations- und Materialkosten. Außerdem trugen der Austausch der MPEG2 Set-Top-Boxen mit MPEG4 Set-Top-Boxen für bestehende aonTV-Kunden sowie die Vorbereitung der UEFA EURO 2008TM zu diesen oben genannten einmaligen Aufwendungen bei.

Das Betriebsergebnis sank von 55,6 Mio. EUR im 1. Qu. 07 auf 30,3 Mio. EUR im 1. Qu. 08, da geringere Abschreibungsaufwendungen die höheren operativen Aufwendungen nur teilweise ausgleichen konnten.

- Fortsetzung folgt -

Rückfragen & Kontakt:

Peter Zydek
Bereichsleiter Investor Relations
Tel.: +43 (0) 59059 1-19000
E-Mail: peter.zydek@telekom.at

Elisabeth Mattes
Konzernsprecherin
Tel.: +43 664 331 2730
E-Mail: elisabeth.mattes@telekom.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | TKA0001