Hotellerieverbände erinnern an offene Hausaufgaben

Ennemoser: "Europäischer Lohnkostenvergleich ist schier unmöglich" - Studie soll Abhilfe schaffen

Wien (PWK363) - - Hotelverbände aus Deutschland, der Schweiz, Südtirol und Österreich trafen sich dieser Tage in der Festspiel- und Fußballstadt Salzburg. Wie auch bereits beim Dreiländer-Erfahrungsaustausch zwischen Deutschland, Frankreich und Österreich wenige Tage zuvor, konnte Österreichs Hotellerie erneut seine herausragende Position im internationalen Vergleich unter Beweis stellen. Mehrfach wurden die Spitzenleistungen bei der Ausbildung, das vielfältige Dienstleistungsangebot, ein ausgewogenes Preis-Leistungsverhältnis und der Charme heimischer Mitarbeiter lobend erwähnt.

Dennoch gilt es für Klaus Ennemoser, Obmann der heimischen Hotellerie, wachsam zu bleiben. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sei ein europäischer Lohnkostenvergleich schier unmöglich. Zu intransparent seien die einzelnen Entlohnungssysteme mit ihren Nebenkostenanteilen und Sozialversicherungsabgaben. "Seit nunmehr über sechs Jahren gibt es gemeinsame Banknoten und Münzen, dennoch bleiben die Arbeitgeberkosten für Hotellerieangestellte im Ländervergleich zwischen Österreich und beispielsweise Deutschland ein Buch mit sieben Siegeln. Dies birgt Gefahren. Denn der Markt, insbesondere unsere Angestellten, reagieren schnell auf neue Entwicklungen. Wollen wir wettbewerbsfähig bleiben, sollten wir auch wissen, was unsere besten Mitarbeiter im internationalen Vergleich wert sind. Dafür zuerst Experte für nationale Steuern und Sozialabgaben sein zu müssen, schwächt die Branche," gibt Ennemoser zu bedenken.

Das nächste Jahrestreffen findet in der Schweiz statt. Bis dahin wird eine Studie zur Frage des Lohnvergleichs in Auftrag gegeben. Für Ennemoser ein erster kleiner Schritt in die richtige Richtung. "Als Ergebnis könnten politische Forderungen nach effizienteren Rahmenbedingungen folgen", meint Ennemoser: "Die Teilnehmer des diesjährigen Ländertreffens sind überzeugt, dass hier für jedes Land genügend zum Lernen von den anderen übrig bleibt." (hp)

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