FP-Matiasek: Geförderte Deutschkurse nicht in Moscheen abhalten!

Integration kann nicht im "Extrazimmer" stattfinden

Wien, 13-05-2008 (fpd) - "Wenn Deutschkurse für Zuwanderer zunehmend in deren eigenen Vereinen oder gar in Moscheen stattfinden, ist das ein Schritt in die falsche Richtung", so die Wiener FPÖ-Integrationssprecherin LAbg. Veronika Matiasek. Es gehe beim Erlernen der deutschen Sprache nicht ausschließlich um den Spracherwerb. Der Deutschunterricht müsse gleichzeitig ein Akt der Integration, also der Eingliederung, sein.

Ideal wäre die Einrichtung der Wiener Volkshochschulen, wo durch das breite Angebot und die vielen unterschiedlichen Kursteilnehmer das Spektrum der Zuwanderer zusätzlich erweitert werde. Nun werde aber in Wien vermehrt dazu übergegangen, die Deutsch- und Alphabetisierungskurse aus den Volkshochschulen in die -schwerpunktmäßig türkischen - Vereine und Moscheen auszulagern. Unter diesem Aspekt habe die FPÖ auch die Subvention für Spracherwerbsmaßnahmen von 1.299.992 EUR an die Wiener Volkshochschulen GmbH abgelehnt. Der Bund und die Stadt Wien subventionieren diese Sprachkurse so hoch, dass für die Teilnehmer lediglich rund 1 Euro pro Lerneinheit zu bezahlen ist. "Wenn die SPÖ meint, dass manche Menschen nicht gerne in Schulen oder Ämter gehen und damit die Auslagerung ins abgeschottete "Extrazimmer" begründen, dann wird hier eindeutig gegen die Integration gearbeitet und der Entstehung einer Parallelgesellschaft weiter Vorschub geleistet", kritisiert Matiasek.

"Gerade die Zuwanderer aus dem muslimischen Bereich haben nachweislich die größten Anpassungsdefizite. Es wäre also sinnvoll, den Spracherwerb ganz bewusst in hiesigen Lehrinstitutionen zu vermitteln", fordert Matiasek ein rasches Umdenken bei den Verantwortlichen. (Schluss) hn

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