Wiener Grüne treten für Neuversion des Sexkoffers ein

Wien (OTS) - Vom Kindergarten beginnend, nach Beispiel der Niederlanden, fordern die Wiener Grünen eine neue Form des Sexualunterrichtes in sämtlichen Schulbereichen, von den Pflichtschulen bis in den AHS-Bereich. Dezidierte Forderung von GR Susanne Jerusalem beim Mediengespräch am Dienstag: Im Religionsunterricht müsse die Sexualkunde fallen. Argumentativ widerspreche die Position der anerkannten Religionsgemeinschaften, die sich gegen die Abtreibung aussprechen, derjenigen des Staates. Weiters wäre zu überlegen, SexualpädagogInnen vermehrt in die Schulen einzubauen, da dadurch eine bessere und fundiertere Gesprächsbasis für die jungen Leute gegeben wäre. Ebenso solle der Sexualunterricht getrennt zwischen Buben und Mädchen in entsprechenden Kleingruppen stattfinden. Laut Jerusalem erleben Mädchen in Wien mit 15 Jahren zum ersten Mal intime Erlebnisse, 27 Prozent bereits mit 14 Jahren. Knapp 70 Prozent würden "beim ersten Mal" nicht verhüten, rund 50 Prozent würden auch in weiterer Folge nicht oder nur unregelmäßig verhüten. Burschen beziehen zu 40 Prozent ihre Informationen über Sexualität via Konsumation pornographischer Filme. Jährlich kommen in Wien rund 800 Babys zu Welt, deren Mütter zwischen 15 und 19 Jahre alt sind. Damit liegt Wien laut Jerusalem europaweit an dritter Stelle im Bereich der "Teenager-Schwangerschaft."

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