Mandak zu Familienrechtsreform: Betroffene brauchen Mindestunterhalt

Grüne begrüßen Überarbeitung des Unterhaltsvorschussrechts

Wien (OTS) - Sabine Mandak, Familiensprecherin der Grünen, begrüßte die Pläne von Justizministerin Berger, das Unterhaltsvorschussverfahren zu beschleunigen. "Denn das größte Problem ist in der Praxis derzeit, dass das Titelverfahren oft sehr lange dauert und AlleinverdienerInnen in dieser Zeit einer großen finanziellen Belastung ausgesetzt sind", so Mandak. Doch neben einer Verkürzung des Vorschussverfahrens fordern die Grünen auch einen existenzsichernden Mindestunterhalt für AlleinerzieherInnen. Die Höhe des gewährten Unterhaltsvorschusses ist meistens nicht ausreichend, da er oftmals weit unter dem Regelbedarf für Kinder liegt. "1.350 Kinder mit Unterhaltsanspruch bekamen im Jahr 2006 weniger als 50 Euro Unterhalt im Monat. Die leidtragenden dieser Situation sind neben den Kindern natürlich die Mütter", so die grüne Familiensprecherin.

Ein weiteren Veränderungsbedarf sieht Mandak im Bereich des Unterhaltsvorschussrechts bei jenen Fällen die, derzeit überhaupt keinen Unterhaltsanspruch gegenüber dem zweiten Elternteil haben. Wenn dieser Elternteil gestorben oder unbekannt ist, oder unverschuldet kein Einkommen hat, dann wird derzeit kein Unterhaltsvorschuss bezahlt. Nach Schätzungen haben derzeit rund 17 Prozent der Kinder von AlleinerzieherInnen keinen Anspruch auf Unterhalt. "Jedes Kind in Österreich muss eine finanzielle Mindestabsicherung haben. Die Grünen fordern eine Unterhaltssicherung, die dem Regelbedarf entspricht", so Mandak.

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0001