Grüne Wien: Stadträtin Brauner hat Schicksal des 21ers in der Hand

Vassilakou: "Jetzt Irrweg des Öffi-Rückbaus verlassen"

Wien (OTS) - "Finanzstadträtin Brauner ist für die Einstellung der Straßenbahn- linie 21 voll verantwortlich. Sie allein hätte die Möglichkeit, diese Fehlentscheidung zu korrigieren", stellt die Klubobfrau der Grünen Wien, Maria Vassilakou, anlässlich der heutigen Übergabe von über 8.000 Unterschriften der Grünen 21er-Petition klar. Im Aufsichts- und Kontrollvertrag zwischen der Stadt Wien und den Wiener Linien wird klar ausgeführt, dass die Wiener Linien als "interner Betreiber" der Stadt Wien einer Kontrolle durch die Stadt unterliegen. "Brauner ist für die Wiener Linien zuständig und somit auch für die Einstellung des 21ers. Will sie nicht als Öffi-Killerin in die Wiener Geschichte eingehen, so muss sie hier die Notbremse ziehen", so Vassilakou.

"Wir haben in den vergangenen fünf Wochen vor den Nachteilen des geplanten Ersatzbus-Fleckerlteppichs in der Leopoldstadt gewarnt. Über 8.000 Menschen haben gegen die Einstellung des 21ers unterschrieben und sich der Warnung angeschlossen", so Vassilakou weiter. Und auch das Hauptargument der Wiener Linien für die Einstellung des 21ers, nämlich betriebswirtschaftliche Einsparungen, ist mehr als fraglich. "Weder die Wiener Linien noch Stadträtin Brauner konnte uns bisher nachweisen, dass der Betrieb des 21ers mehr kostet als die Ersatzbusse. Wir sind davon überzeugt, dass es hier keine großen Unterschiede mehr gibt", erklärt Vassilakou. Und selbst wenn der 21er noch ein wenig mehr kosten würde, so gibt es dafür einen Budgettopf, der für Maßnahmen für den Öffentlichen Verkehr zweckgewidmet ist - die Einnahmen der Parkometerabgabe.

"Ich finde es auch beschämend, dass Stadträtin Brauner gestern in der Aktuellen Stunde im Gemeinderat zum Thema 21er nur kurz anwesend war und schon recht bald zu einer Pressekonferenz abgerauscht ist", kritisiert Vassilakou. Auch bei der heutigen Übergabe der 21er-Unterschriften lässt sie sich vertreten.

Auch Gemeinderat Hora hat sich mit seiner gestrigen Behauptung von einer Fahrgastkapazität der U2 von 44.000 Fahrgästen pro Stunde endgültig disqualifiziert. Die U2 kann vielmehr nur 24.000 Fahrgäste pro Stunde transportieren - das schreibt die Stadt Wien in ihrem eigenen Verkehrskonzept für die EURO 2008 vor. Das ist um nichts mehr, als die Straßenbahnen bei einer Großveranstaltung im Stadion jetzt schon bewältigen. "Daher fordere ich Stadträtin Brauner einmal mehr auf, sich endlich der Diskussion über den 21er zu stellen und sich nicht davor zu verstecken", so Vassilakou abschließend.

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