Wiener Gemeinderat (8)

Subvention an die KAIROS Musikproduktion GmbH

Wien (OTS) - GR Mag. Harald Stefan (FPÖ) bewertete die Subventionierung einer GmbH als äußerst ungewöhnlich. Es gehe um ein sprödes erstaunliches Werk, für welches es zu wenig Publikum geben würde, und sich daher zu wenig Anhänger für einen CD-Kauf finden würden. Seine Fraktion werde nicht zustimmen.

GR Ernst Woller (SPÖ) stellte bei seinem Vorredner Ahnungslosigkeit und Ignoranz fest. Wien sei eine Musikstadt, er sei glücklich über die Musiktradition. Man müsse aber auch die Musikgegenwart fördern und finanzieren, um auch später stolz darauf sein zu könne, so der Redner. Man brauche zeitgenössische Musik und es bedürfe Förderungen, um diese Musik zu produzieren. KAIROS produziere und distributiere diese zeitgenössischen Werke und mache gute Arbeit ohne Gewinne.

Abstimmung: Zustimmung mit den Stimmen der ÖVP, SPÖ und Grünen.

Subvention an das Cajetan-Felder-Institut

GRin Mag. Marie Ringler (Grüne) stellte fest, dass nun auch die "Saubermannpartei" FPÖ Kulturförderungen entgegen nehme. Der Opportunismus der FPÖ sei grenzenlos.

Abstimmung: Mit den Stimmen der ÖVP, FPÖ und SPÖ angenommen.

Subvention an verschiedene Sportorganisationen

Mädchenfußball sei absolut unterdotiert, kritisierte GRin Dr. Monika Vana (Grüne). Es gebe 90 Vereine für Mädchenfußball in Österreich, die Anmeldungen seien im Steigen, bezüglich der Sportmittelförderung gebe es jedoch Nachholbedarf. Sie ortete Defizite in der medialen Präsenz, es gebe kaum weibliche Vorbilder, es herrsche Mangel an Trainerinnen. Förderung von Mädchenfußball sei ein Symbol für Chancengleichheit.

GRin Mag. Katharina Cortolezis-Schlager (ÖVP) bezeichnete die EURO als gute Möglichkeit zu zeigen, dass man Gender-Mainstreaming ernst nehme. Es spreche nichts dagegen, gemeinsam für Mädchenfußball einzutreten, sie bat daher um Zustimmung. Die Aktion auf Bundesebene zu Förderung von Mädchenfußball könnte aufgegriffen werden.

Die Aktion der ÖVP und Grünen bewertete GR Mag. Thomas Reindl (SPÖ) als puren Populismus. Wien habe eine lange und gute Tradition im Mädchen- und Frauenfußball, das Mädchenleistungszentrum im Horr-Stadion sei österreichweit einmalig. Erstmalig würde es dieses Jahr eine Schülerliga für Mädchen geben und zum fünften mal in Kooperation mit dem Fußballverband den "Mädchenfußballtag".

GR Claudia Smolik (Grüne) stellte fest, dass es für am Fußball interessierte Mädchen und Frauen leider zu wenig Möglichkeiten gebe, das Angebot sei eher jämmerlich. In den Medien komme Frauenfußball nicht vor. In einem Antrag forderte die Rednerin die intensive Förderung des Mädchenfußballs in Wien.

In seinem Schlusswort wies der Berichterstatter auf die interessante schwarz-grüne Zusammenarbeit hin. Wien sei im Bundesländervergleich vorbildlich im Bereich Mädchenfußball. Die Öffentlichkeit nehme Mädchenfußball leider zu wenig wahr, hier bestehe Handlungsbedarf. Als positives Beispiel führte er die Ausstellung in Laskas Ganggalerie an.

Abstimmung: Über die Subvention des ÖTB-Turnvereins Kaiser-Ebersdorf wurde getrennt abgestimmt: Ausreichende Mehrheit mit den Stimmen der ÖVP, FPÖ und SPÖ. Die restlichen Punkte wurden einstimmig beschlossen. Der Antrag der Grünen und ÖVP erlanget nicht die ausreichende Mehrheit.

Fanzone Hanappi-Stadion

GR Mag. Rüdiger Maresch (Grüne) kritisierte, dass Fanmassen seit langem angekündigt seien und die Stadt nun kurz vor 12 noch eine Fanzone im Hanappi Stadion einrichten wolle. Er bezweifelte, dass es dafür ein Verkehrskonzept gebe, Pendler und Anrainer würden die vorhandenen Parkplätze benötigen. Seine Fraktion werde den Antrag ablehnen.

Die Europameisterschaft sei eine einmalige Chance für Wien, es war lange Zeit um eine optimale Vorbereitung zu treffen, die Fanzone im Hanappi Stadion sei sehr kurzfristig, so Mag. Ines Anger-Koch (ÖVP). Die Anrainer seien nicht informiert worden, eine Aufstellung der Kosten fehle, Konzepte würden nur variabel präsentiert, kritisierte die Rednerin. Die Umleitung der Menschen werde nicht funktionieren, man müsse mit den Fans in den umliegenden Bezirken rechnen. In einem Antrag forderte sie die Verteilung der Public Viewings auf mehrere Standorte. Ein weiterer Antrag betrifft die umfassende Information aller WienerInnen.

GR Heinz Vettermann (SPÖ) stellte fest, dass man noch immer nicht wisse wie viele Fans tatsächlich nach Wien kommen werden, dies würde erst der tatsächliche Besucherstrom zeigen. Die Möglichkeit des Hanappi Stadions sei eine Vorsorge um sicher zu gehen. Gelder würden nicht verloren gehen, lediglich drei Großbildleinwände mussten eigens angeschafft werden. Das Hanappi Stadion biete Zugangskontrollen und alle notwendigen Einrichtungen und sei auch verkehrstechnisch gut angebunden. Der Bürgerdienst werde nach dem Beschluss durch den Gemeinderat durch eine Aussendung informieren. (Forts.) mos/gse

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