Prähauser: AUA muss in österreichischem Besitz bleiben

Faul/Krist: Privatisierung kein Erfolgsmodell

Wien (SK) - Die "AUA-Flotte soll in Österreichischem Besitz bleiben, deshalb ist es unsere Aufgabe, die Erkenntnisse des RH-Berichts ernst zu nehmen, Schlüsse zu ziehen und der Geschäftsführung zu helfen", betonte Stefan Prähauser, SPÖ-Abgeordneter zum Nationalrat, am Donnerstag. Der SPÖ-Abgeordnete Christian Faul kritisierte den ehemaligen Finanzminister Grasser und forderte die ÖVP auf "aufzuhören, das Erfolgsmodell Privatisierung herunter zu beten". Hermann Krist, SPÖ-Abgeordneter zum Nationalrat, nannte die Austria Tabak als Beispiel für "Privatisierung, wie man sie nicht machen soll. ****

Die Bevölkerung nehme die AUA so wahr, wie der Konsument sie wahr nimmt: als "angenehm, mit gutem Erscheinungsbild, gekennzeichnet durch pünktliche Verkehrswege", so Prähauser. Die Politik habe die AUA so wahrzunehmen, wie "der Rechnungshof(RH) den Bericht auf den Tisch legt". "Aus den Kritikpunkten Lehren zu ziehen und die Politik zu verwenden, um diese Problempunkte abzustellen", sei nun die Aufgabe, erklärte Prähauser. Die Belegschaft der AUA, 8.500 Menschen, hätten sich ihr Gehalt verdient, "die Geschäftsführung anscheinend nicht", erklärte Prähauser, "ein Unternehmen, auf das wir stolz sind, soll einen Geschäftsführer bekommen, den es braucht".

Faul: Grasser war Erfüllungsgehilfe der Industrie

Die ÖVP solle "endlich aufhören, das Erfolgsmodell Privatisierung herunter zu beten", so Faul. Nichts anfangen konnte Faul damit, dass immer wieder geredet wird vom "ehemaligen Finanzminister Grasser als Spezialisten der Privatisierung". "Er war in der Rolle des Conferencier passender, nachher war er nur Erfüllungsgehilfe der österreichischen Industrie", so Faul. Dadurch hätten viele, vor allem aus seinen eigenen Reihen, ein lukratives Geschäft gemacht, "in Wirklichkeit hat man den österreichischen Staat bestohlen", bekräftigte der SPÖ-Abgeordnete. Als "sensationell" bezeichnete Faul die Vorgänge in der ÖIAG, "wenn sich Vorstände selbst Prämien bei Nichterfolg zuschießen".

Krist: Austria Tabak = Privatisierung wie sie nicht sein soll

Als Beispiel für "Privatisierung, wie man sie am besten nicht machen soll", nannte Krist die Austria Tabak. Nun könne man zwar der Gewerkschaft gratulieren, dass sie einen ausgezeichneten Sozialplan verhandelt hat, aber "was hilft Geld, wenn die Arbeitsplätze weg sind und ganze Familien davon betroffen sind", so Krist. "So darf kein Management, und keine österreichische Bundesregierung, egal wie sie zusammengesetzt ist, mit öffentlichem Eigentum, mit dem Eigentum eines jeden Staatsbürgers umgehen", forderte der SPÖ-Abgeordnete. Zum RH-Bericht die ÖIAG betreffend erläuterte Krist abschließend, man müsse sich schon fragen, "was diese exorbitant überbezahlten Manager in dem Bereich wirklich tun". (Schluss) ar

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