Tauschitz: U-Ausschuss Kärnten Werbung deckt auf

Schönfärbereien Bilgrams mit Fakten zum Teil nicht im Einklang.

Klagenfurt (OTS) - Die erste öffentliche Sitzung des Untersuchungsausschusses Kärnten Werbung stand ganz im Zeichen einer fast fünfstündigen Befragung des Geschäftsführers der Kärnten Werbung, Werner Bilgram. "Auch wenn Bilgram für den heutigen Ausschuss sichtlich gut vorbereitet war, so musste er bei konkreten Fragen mit Unwissenheit passen bzw. hat er einige Sachverhalte anders dargestellt, als diese aus den Unterlagen hervorgehen. So sprach er beispielsweise davon, dass sein Dienst-vertrag bei der Änderung bzw. Ergänzungsvereinbarung von einem unbefristeten in einen befristeten umgewandelt wurde.

Die Wahrheit ist, dass der ursprünglich unbefristete Dienstvertrag weiter unbefristet geblieben ist, allerdings noch zusätzlich ein fünfjähriger Kündigungsverzicht unter Einhaltung einer einjährigen Kündigungsfrist seitens des Dienstgebers vereinbart wurde. Weiters wurden von ihm Prämienzahlungen an Mitarbeiter in Abrede gestellt, obwohl rund 80 % aller Mitarbeiter freiwillige Überzahlungen zum entsprechend der Betriebsvereinbarung zustehenden Grundgehalt bekommen. Diese freiwilligen Überzahlungen machen bis zu 50 % des Grundgehaltes aus. Weiters erhielten mehrere Beschäftigte noch zu den vereinbarten Überstundepauschalen, Überstundenentgelte und großzügige Jubiläumsprämien", so der Vorsitzender des Untersuchungsausschusses Kärnten Werbung, VP-CO LAbg. Stephan Tauschitz zu der Zeugenbefragung Bilgrams.

Die teilweise zur Schau gestellte Unwissenheit über wichtige Vorgänge inner-halb der Kärnten Werbung gipfelte in Bilgrams Aussage, dass er auf entsprechende Befragung eine Aufkündigung der Kärnten Werbung mit Auflösung der selbigen mit 31.12.02 ausschloss, obwohl dies nachweislich vom seinerzeitigen 1.-LHStv. Pfeifenberger erfolgt ist und erst Monate später zurückgenommen wurde. Ein Geschäftsführer der sich an einen derartig wichtigen Schritt des Ei-gentümervertreters nicht erinnern kann, bzw. vorgibt sich nicht zu erinnern, ist aus Sicht des Vorsitzenden fehl am Platze. Jedenfalls sind diese und andere Antworten Bilgrams für ihn aufklärungsbedürftig und wird er daher den Untersuchungsausschuss vorschlagen, Bilgram jedenfalls nochmals zu befragen, schloss Tauschitz.

Die nächste öffentliche Sitzung findet am kommenden Donnerstag, 15. Mai, um 9.00 Uhr statt. Geladene Zeugen: Johannes Anton, Präsident Franz Pacher, NR Gabriel Obernosterer, Dr. Hannes Slamanig und DI Lorenz Maschke. (Schluss)

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