Kräuter: "Ursache des AUA-Debakels hat zwei Namen - nämlich Ötsch und Michaelis"

Post- und Telekom-Austria: "Gewinne werden privatisiert, Verluste sozialisiert" - Finanzminister Molterer ist gefordert

Wien (SK) - Scharfe Kritik übte heute, Donnerstag, SPÖ-Rechnungshofsprecher Günther Kräuter an AUA-Chef Alfred Ötsch und an ÖIAG-Vorstand Peter Michaelis im Zusammenhang mit den Vorgängen rund um AUA (Austrian Airlines) und ÖIAG (Österreichische Industrieholding AG). Und die "Ursache des Debakels und Desasters hat zwei Namen, nämlich Ötsch und Michaelis". Kräuter weiter: "12 Millionen Euro Beraterhonorare werden ausgegeben, eine Gage jenseits der 700.000 Euro wird bezahlt - und dann diese Performance. Das kann es ja wohl wirklich nicht sein", so Kräuter, die festhielt, dass es nicht sein darf, "dass die Gewinne kapitalisiert werden und die Verluste sozialisiert werden". Kräuter signalisierte hier "volles Verständnis dafür, dass sich die Belegschaftsvertreter das nicht bieten lassen". Hier seien "Maßnahmen erforderlich und letztlich ist auch der Finanzminister in dieser Sache gefordert", so Kräuter. ****

Bei der AUA fehle Strategie, Konzept und mittelfristige Planung. Auch der Rechnungshof habe das mangelhafte Flottenmanagement, die 2004 eingestellte Treibstoffsicherungsgeschäfte und diverse Managementfehler kritisiert, so Kräuter weiter.

Im Bereich der Post und Telekom Austria habe es Michaelis als Aufsichtsrat verabsäumt, strategische Vorgaben zu tätigen sowie "rechtzeitig Investitionen zu ermöglichen und neue Geschäftsfelder vom Management einzufordern".

Auch der Bericht der ÖIAG lese sich wie ein "Leitsatz für die Verscherbelung in den letzten Jahren im Zusammenhang mit der Privatisierung der Austria Tabak Aktiengesellschaft". Letztlich zeige sich, dass "nicht die österreichischen Interessen oder die Interessen des Unternehmens entscheidend waren, sondern es ging nur darum, schnell Kohle zu machen - zu höheren Ehren des damaligen Finanzministers". In Richtung ÖVP warnte Kräuter davor, "jetzt daherzukommen, und einen Lobgesang auf die Zeit der Verschleuderung von österreichischem Vermögen zu singen", so Kräuter abschließend. (Schluss) mb

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