Aut idem: Großes Sparpotenzial bei Arzneimitteln

Apotheker bieten Umsetzung an - Keine Verschlechterung für Patienten

Wien (OTS) - Viele Medikamente sind auf Grund ihrer
Zusammensetzung und Wirkungsweise völlig gleichzusetzen. Sie können untereinander problemlos ausgetauscht werden. Einziger Unterschied ist der Preis der jeweiligen Präparate. Die aktuell diskutierte "Aut idem"-Regelung bedeutet, dass die Apotheker aus gleichwertigen Medikamenten ein günstigeres Präparat an den Patienten abgeben. Dabei muss sich nichts daran ändern, wie die Ärzte verschreiben.

"Es wäre für Österreich von Vorteil, die "Aut idem"-Regelung endlich sachlich zu diskutieren. Die absichtlich geschürten Missverständnisse von Ärztekammerfunktionären verunsichern lediglich die Bevölkerung und bringen uns in der Gesundheitsreform keinen Schritt weiter," stellt Mag.pharm. Leopold Schmudermaier, Vizepräsident der Österreichischen Apothekerkammer, klar.

Wie "Aut idem" in der Praxis abläuft

Die Patienten erhalten wie gewohnt in den Ordinationen ihre Rezepte. Entsprechend der vom Arzt festgestellten notwendigen Therapie hat der Arzt natürlich die Freiheit, ein konkretes Medikament oder stattdessen den passenden Wirkstoff zu verschreiben. In der Apotheke wählt der Apotheker aus gleichwertigen Medikamenten ein wirtschaftlich günstiges Präparat aus. Die Nachbaupräparate - so genannte Generika - ermöglichen es, dass der Patient ein qualitativ gleichwertiges Medikament zu einem günstigeren Preis erhält. Eines der obersten Ziele der Apotheker ist die Therapietreue der Patienten. Wer auf sein bisher gewohntes Präparat besteht, soll es auch weiterhin erhalten.

Bei "Aut idem" handelt es sich um eine direkt umsetzbare Möglichkeit für die Krankenkassen bei Medikamenten zu sparen, ohne dass für die Patienten eine Verschlechterung eintritt. Konkret wird das Sparpotenzial einer "Aut idem"-Regelung laut einer Studie der ÖBIG auf rund 35 Millionen Euro pro Jahr geschätzt.

Derartige Regelungen gibt es bereits in zehn anderen Ländern der EU wie zum Beispiel Holland, Schweden und Frankreich. Die Apothekerschaft hat der Bundesregierung bereits mehrfach das Angebot einer "Aut idem"- Regelung unterbreitet. Wir sehen das als unseren konstruktiven Beitrag zur Gesundheitsreform.

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