BEI BARAZON Das Wirtschaftsforum am Donnerstag, 8. Mai um 16.30 Uhr und 18.30 Uhr

Die Teuerung bei Lebensmittel

Wien (OTS) - Die Ursachen für die exorbitanten Preissteigerungen bei Lebensmittel diskutierten mit Ronald Barazon im Studio Mag. Josef Baumgartner vom Wirtschaftsforschungsinstitut, sowie Fritz Grillitsch, Präsident des österreichischen Bauernbundes und Komm. Rat Heinz Hofmann, dem Innungsmeister der Bäcker.

Josef Baumgartner stellte fest, dass die Inflationsrate im März bei 3,5% lag und die Hauptverantwortlichen wären Mineralölprodukte und Nahrungsmittel, die alleine etwa 2/3 der Teuerung ausmachten. Die Jahresinflation sei mit 2,9 % zu erwarten, für das Jahr 2009 rechne man mit 2,3 % Inflation. "Die Gründe für die Preissteigerungen für die Nahrungsmittel aber auch die Energieprodukte kommen von den internationalen Rohstoffmärkten", sagte Baumgartner, und dass dies weniger von den Nachfragen auf heimischen Märkten käme sondern aus der globalen Nachfrage.

Fritz Grillitsch erklärte, er freue sich dass jetzt die Rohstoffe wieder etwas wert seien. Er, Grillitsch, stelle aber fest, dass es in Österreich eine unfaire und politisch motivierte Diskussion gibt um einen Schuldigen dafür zu finden."Es muss diesem Versuch, diesem politischen Missbrauch, die Bauern als Preistreiber darzustellen, entgegengetreten werden", sagte Grillitsch. "Die Menschen haben vor 20, 30 Jahren nahezu 30% ihres Einkommens für Lebensmittel ausgegeben, heute sind es 12%", stellte Grillitsch fest und wies eine ausschließliche Diskussion der Lebensmittelpreise mit dem Hinweis auf die anderen preistreibenden Faktoren zurück.

Heinz Hofmann wies darauf hin, dass Brot erst an 38. Stelle bei den Teuerungen käme. Mehl und Butter seien sehr viel teurer geworden, Lohnerhöhungen mit 75% Nachtzuschlag täten ein Übriges. "Auf Grund der Teuerung müssten die Bäcker ihre Preise um 6% erhöht haben, tatsächlich war die Erhöhung aber nur 4%", sagte Hofmann.

Bei Barazon - jeden Donnerstag um 16.30 Uhr und 18.30 Uhr Wiederholung freitags um 5.05 Uhr und 12.05 Uhr

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