ÖAMTC- Flugrettung: DARMANN: Finanzminister gefährdet Notfallversorgung der Österreicher

Finanzielle Probleme an Molterer offenbar völlig vorbeigegangen!

Wien (OTS) - Das Problem der finanziellen Absicherung des Flugbetriebes der ÖAMTC- Flugrettungshubschrauberstaffel scheint an Finanzminister Molterer offenbar völlig vorüber gegangen zu sein, da der Vizekanzler in Beantwortung einer BZÖ-Frage in der heutigen parlamentarischen Fragestunde behauptet hat, dass der ÖAMTC alles im Griff habe und diesbezüglich keine Probleme bestehen würden. "In Wahrheit ist es aber so, dass der ÖAMTC um Hilfe ruft und der ÖAMTC-Flugrettung aus Kostengründen 2010 das Ende droht. Unglaublich und skandalös, dass Molterer davon nichts weiß", ärgert sich Kärntner BZÖ-Abgeordnete Mag Gernot Darmann. "Notarzthubschrauber retten hunderte Menschenleben. Österreich könne stolz auf das beste Notarzthubschrauber-System Europas sein. Das sollte uns etwas wert sein. Es geht um weniger als einen Euro pro Sozialversichertem und Jahr."

15.111 Einsätze hat die ÖAMTC-Flugrettung im Jahr 2007 von 16 Standorten in ganz Österreich geflogen, hunderte Menschenleben wurden dabei gerettet - das ist die positive Bilanz. Doch das finanzielle Resümee sieht anders aus: Im abgelaufenen Jahr gab’s ein Minus von 3,5 Millionen Euro, 2008 werden es schon fünf Millionen sein - bei Gesamtkosten von rund 27 Millionen Euro. 2010 droht das Ende.
Der ÖAMTC kann das Defizit nicht mehr länger alleine tragen. Noch dazu entscheidet der ÖAMTC gar nicht selbst, ob einer seiner Notarzthubschrauber startet. Daher ist es unfair von den Krankenkassen, erst im Nachhinein zu beurteilen, ob ein Einsatz medizinisch notwendig ist. Es gibt zwar viele Notarzthubschrauber-Standorte, aber nicht zu viele Christophorus-Standorte. Der ÖAMTC hat die Christophorus-Flotte nicht nach wirtschaftlichen, sondern nach einsatztaktischen Gesichtspunkten aufgestellt, um in ganz Österreich möglichst rasch am Notfallort zu sein, erläutete Darmann.

Der Kärntner BZÖ-Abgeordnete wies abschließend auf die parlamentarischen Initiativen des BZÖ hin, unter anderem auf einen Entschließungsantrag vom 13. März 2008 betreffend die nachhaltige Absicherung der Finanzierung der Flugrettung. Die Bundesregierung wird aufgefordert eine optimale notärztliche Versorgung von Notfallpatienten mit Notarzthubschraubern zu gewährleisten und eine nachhaltige Absicherung der Finanzierung der Flugrettung im Qualitätstourismusland Österreich sicherzustellen.

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