"Papier.Charta.Österreich": Eine gemeinsame Vision für die Branchen in Österreich

Papierindustrie, Papierverarbeitende Industrie und Druck & Medientechnik formulieren gemeinsame Zukunftsvision - Impulse für Investitionen in Österreich dringend erforderlich

Wien (PWK358) - Mit einer gemeinsamen Erklärung der österreichischen Papierwirtschaft ging gestern die Österreichische Papierfachtagung 2008 in Graz zu Ende. Fünf Verbände, nämlich Austropapier, die Vereinigung der Österreichischen Papierindustrie, der Fachverband der Papierindustrie, ÖZEPA, die Österreichische Vereinigung der Zellstoff- und Papierchemiker und -techniker, PPV AUSTRIA, die Vereinigung der Papier und Pappe verarbeitenden Industrie sowie der Verband Druck & Medientechnik formulierten in der "Papier.Charta.Österreich" eine gemeinsame Vision für die Branchen in Österreich.

"Unser Sektor ist Träger und Vorbild einer nachhaltigen Wirtschaftsweise. Papier aus Österreich und die Produkte und Dienstleistungen der gesamten Wertschöpfungskette schaffen Arbeits-und Lebensqualität für alle, sie sind aus unserer Gesellschaft und Kultur nicht wegzudenken. Ein starker Papier-Sektor ist wichtig für Österreich !", waren sich Wolfgang Pfarl, Präsident der Austropapier - Vereinigung der Österreichischen Papierindustrie, Franz Tauber, Präsident der ÖZEPA - Österreichische Vereinigung der Zellstoff- und Papierchemiker und -techniker, Georg Dieter Fischer, Präsident von PPV AUSTRIA und Michael Hochenegg, Präsident des Verbands Druck & Medientechnik, einig.

Papierindustrie, Papierverarbeitung sowie Druck & Medientechnik umfassen in Österreich 1623 Unternehmen und stellen 40.000 hochwertige Arbeitsplätze zur Verfügung. Das gemeinsame Produktionsvolumen beträgt rund 10 Milliarden Euro. "Unsere Branchen leisten mit ihrer hohen Markt- und Dienstleistungsorientierung wichtige volkswirtschaftliche Beiträge. Papier, Karton und (Well)Pappe sowie die daraus hergestellten Produkte wie Faltschachteln, Verpackungsmaterial, hochwertige Individualverpackungen, Gebrauchspapierwaren, Büro- und Organisationsmittel, Etiketten, Bücher, Broschüren, Kataloge, Gebrauchs- und Werbedrucksorten, Plakate, Zeitschriften und Zeitungen und vieles mehr garantieren eine hohe Lebensqualität und erfüllen auch und gerade im elektronischen Zeitalter eine bedeutende gesellschaftliche Rolle für Information und Kommunikation. Papier ist innovativ, schafft nachhaltige Perspektiven und trägt durch seine CO2-Speicherung aktiv zum Klimaschutz bei", unterstrichen Pfarl, Tauber, Fischer und Hochenegg.

Zur nachhaltigen Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen sind Impulse für Investitionen und Standort sichernde Rahmenbedingungen dringend erforderlich. Dazu gehören vor allem auch wettbewerbskonforme Regelungen in der Energie- und Klimapolitik sowie die Vorrangstellung der integrierten stofflichen und energetischen Verwertung von Biomasse gegenüber der alleinigen ineffizienten thermischen Nutzung von Holz. Die Organisation der Sammlung und Verwertung von Verpackungen durch die Wirtschaft selbst muss oberster Grundsatz der Verpackungsgesetzgebung bleiben.

Weiters fordern die Unterzeichner der "Papier-Charta" die stärkere Öffnung der Arbeitszeitgestaltung für die betriebliche Ebene durch den Gesetzgeber und die rasche Öffnung des europäischen Arbeitsmarktes für Fachkräfte. Die hohen Standards der Branche in der Arbeitssicherheit müssen auch bei der Bemessung der Unfallversicherungsbeiträge Berücksichtigung finden. Ebenso wird eine Abkehr von diversen wettbewerbsverzerrenden Förderpraktiken innerhalb der EU gefordert.

Weitere Gäste der vom Wirtschaftsjournalisten Ronald Barazon moderierten Podiumsdiskussion waren Johanna Rachinger. Generaldirektorin der Österreichischen Nationalbibliothek, Sophie Karmasin, Geschäftsführerin der Karmasin Motivforschung, Bernhard Rebernik, Andritz AG, sowie Christian Naydowski, Vice President Innovation & Development, Voith. Das Forum bildete den Schlusspunkt der Österreichischen Papierfachtagung 2008, zu der auch heuer wieder rund 400 Experten aus dem In- und Ausland nach Graz gekommen waren. (us)

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