Zwangsheirat - SP-Krotsch: "Wien hat ein eigenes Maßnahmenpaket geschnürt!"

Wien (SPW-K) - "Offensichtlich ist der ÖVP das vor kurzem geschnürte Maßnahmenpaket der Stadt Wien zur Bekämpfung der Zwangsheirat entgangen", sagte heute die Wiener SPÖ-Frauensekretärin, Gemeinderätin Mag. Nicole Krotsch, zu einem Antrag der ÖVP im Wiener Gemeinderat. "Für Magistratsdienststellen und Beratungseinrichtungen wurden Handlungsleitfäden zu diesem Thema erarbeitet, darüber hinaus gibt es ein dichtes Unterbringungsnetz für die betroffenen Frauen und Mädchen und auch einen neuen Infofolder!"

Auf Basis einer Studie zur Zwangsheirat habe die Stadt vielfältige Unterbringungsmöglichkeiten für alle Frauen geschaffen, die einen Zufluchtsort benötigen. "Neben den Frauenhäusern gibt es eine multikulturelle Wohngemeinschaft von Kolping Österreich sowie Einrichtungen des Amtes für Jugend und Familie." Weiters stehe die Broschüre "Heiraten ohne Zwang" zur Verfügung, die unter anderem in Jugendzentren, Schulen und Spitälern aufliege. "Darin wird auf die verschiedenen Hilfseinrichtungen hingewiesen, darunter der Frauennotruf der Stadt und der Verein Orient Express", so Krotsch.

Bei der Fachkonferenz "Wien Aktiv gegen Zwangsheirat" im Wiener Rathaus Ende März habe Frauenstadträtin Sandra Frauenberger auch klare Forderungen erhoben, um den von Zwangsheirat betroffenen Mädchen und Frauen zu helfen. "Sie forderte einen eigenen Aufenthaltstitel für Frauen nebst sofortigem Arbeitsmarktzugang, um ihnen ein selbstbestimmtes, unabhängiges Leben zu ermöglichen."

Wesentlich sei bei diesem Thema vor allem auch "die Sensibilisierung der Menschen", betonte Krotsch. "Leider ist dabei die Unterstützung der ÖVP-Frauen bisher ausgeblieben!" (Schluss)

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