Wiener Gemeinderat (2)

Fragestunde

Wien (OTS) - In der fünften Anfrage wollte GRin Susanne Jerusalem (Grüne) von Bürgermeister Dr. Michael Häupl (SPÖ) wissen, warum weder Bezirk noch die Stadt Wien die Finanzierung des Ausbaus der Kooperativen Mittelschule Knöllgasse, die offenbar Platzmangel aufweist, übernehmen. In Vertretung des Herrn Bürgermeisters sagte Vizebürgermeisterin Grete Laska (SPÖ), dass über die Finanzierung eines zusätzlichen Platzbedarfes in Form von mobilen Einheiten aus dem Zentralbudget erbracht würde. Die Fertigstellung von zusätzlichen mobilen Klassen in der Knöllgasse könnte bereits vor Beginn des nächsten Schuljahres abgeschlossen sein. Zur kurzfristigen Entlastung im Bereich Volks- und Hauptschule Knöllgasse 59-61 fänden derzeit Planungsgespräche statt, um durch die Aufstellung von Mobilklassen ein noch rascheres Schulraumangebot zur Verfügung zu stellen. Grundsätzlich betonte Laska, die Anzahl der SchülerInnen werde auch in Favoriten in den kommenden Jahren ansteigen.

Aktuelle Stunde zum Thema "Rettet den 21er: Massiver Ausbau des Öffentlichen Verkehrs statt Einstellung von Straßenbahnen"

GRin Mag. Maria Vassilakou (Grüne) sprach im Zusammenhang mit der geplanten Einstellung der Straßenbahnlinie 21 von einem Kahlschlag in der Nahversorgung sowie der kurzen Wege. 10.000 Unterschriften belegten, dass ein Bedarf einer Straßenbahn in diesem Bereich bestehe. Bei einer Einstellung der Straßenbahnlinie 21 müssten PensionistInnen und SchülerInnen große Umwege machen, Autos würden verstärkt benützt und die Menschen würden öfters mit dem Taxi kurze Wege zurück legen. Ferner kritisierte Vassilakou die Einstellung der Buslinie 80A, weil vor allem Schüler künftig mindestens 2 mal öfters umsteigen müssten. Sie trat für die Abhaltung einer Volksbefragung in der Leopoldstadt ein.

GR Anton Mahdalik (FPÖ) kritisierte heftig die bevorstehende Einstellung des 21ers, die Bürger würden sich das nicht so einfach gefallen lassen, die Rechnung bekämen die Sozialdemokraten bei den nächsten Wahlen, vermutete der FPÖ Politiker. Er bezeichnete die Linie 21 als traditionsreiche und gut angenommene Linie, dem Argument seitens der Finanzstadträtin Mag. Renate Brauner (SPÖ), Einsparungen von finanziellen Mitteln sei der Grund der Einstellung, wenn parallel dazu ohnehin die verlängerte U2 geführt werde, könne er nichts abgewinnen. Fakt sei, ergänzte er, man müsse den Mensch höher bewerten als Geld. Bisher haben sich ältere Menschen, die mit der Linie 21 unterwegs waren, längere Fußmärsche erspart.

StR. MAS Norbert Walter (ÖVP) nannte die Linie 21 als eine der wenigen Querverbindungen, die halbwegs gut funktionierten. Mit der Tram würden Wege zum Arzt, zum Einkaufen und auch zum Spielplatz zurück gelegt, betonte Walter. Alternativlösungen mittels Einsatz von Bussen böten sich auch nicht an, weil Busse im Stau stecken bleiben würden. Er fragte sich, was sei, wenn die U-Bahn ausfalle. Man dürfe 10.000 Unterschriften, die sich für die Beibehaltung der Linie 21 aussprechen, nicht einfach negieren. (Forts.) hl/gse

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