Rinner zu Produktpiraterie: Immer größere Ausmaße

Kaipel: Schaden für Volkswirtschaft

Wien (SK) - Die Produktpiraterie nehme in Österreich "immer größere Ausmaße an", unterstrich die SPÖ-Abgeordnete Sylvia Rinner am Donnerstag im Plenum des Nationalrates. "Vor allem die Zahl gefälschter Medikamente ist enorm gestiegen", so Rinner. Erwin Kaipel, SPÖ-Abgeordneter, betonte, dass die gefälschten Waren "nicht nur den Konsumenten, sondern die gesamte Volkswirtschaft gefährden". ****

Schon die Hälfte aller aufgegriffenen Produkte seien "Arzneimittel, im Wert von 15 Millionen Euro". Obwohl die Zöllner gute Arbeit leisten würden, sei "die Zahl der aufgegriffenen Artikel rückläufig", erklärte Rinner, die dieses Faktum auf die Zunahme des Internetvertriebes zurückführte. Das Internet als Basis sei "schwer zu kontrollieren", aber die "Zollbehörden arbeiten im internationalen Verbund schon Gegenmaßnahmen", zeigte sich Rinner zuversichtlich. "Besonders wichtig ist es, die Öffentlichkeit über die Gefahren und Risiken des Interneteinkaufs von Medikamenten zu informieren", so Rinner.

Kaipel: 10 Prozent der Medikamente gefälscht

Von Luxusgütern, über Produkte des täglichen Bedarfs bis hin zu Arzneimitteln, habe sich die Produktpiraterie verändert, so Kaipel. Dabei würden gerade die gefälschten Arzneimittel eine "besondere Gefahr", auch aus gesundheitlicher Sicht, darstellen. 10 Prozent der Medikamente weltweit seien schon gefälscht, so Kaipel, und in Afrika mache der Marktanteil von gefälschten Arzneien bereits 60 Prozent aus. Der Bericht zur Produktpiraterie sei "ein klarer Handlungsauftrag", so der Abgeordnete. Die Bekämpfung müsse "breit angelegt werden und verlange intensive Zusammenarbeit", schloss Kaipel. (Schluss) ar

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