Glaser: Keine großflächigen Rodungen von Weinbauflächen

Marktordnungsreform stärkt außerdem heimische Milch-, Obst- und Gemüsebauern und führt Toleranzgrenzen bei Rückforderungen ein

Wien (ÖVP-PK) - "Die Marktordnungsreform bringt für die burgenländischen Bauern eine Reihe wichtiger Neuerungen. So können die von der EU vorgegebenen Rodungen von Weingärten in Österreich im Bedarfsfall eingeschränkt werden. Vor allem für die Erhaltung der klein strukturierten Weinbauregionen des Südburgenlandes ist diese Möglichkeit enorm wichtig. Für die Milchbetriebe wird die Aufteilung der zusätzlichen Milchquoten geregelt. Wichtig ist auch, dass künftig Bagatellgrenzen für Rückforderungen eingeführt werden." Das berichtete Abg. Franz Glaser heute, Donnerstag, nach dem gestrigen Beschluss der Marktordnungsreform im Nationalrat. ****

Die Rodung von Rebflächen wird von der EU künftig mit Prämien bedacht, da in einigen EU-Staaten sehr hohe Weinmengen produziert werden, die der Markt nicht aufnehmen kann. In Österreich werden an sich keine Überschüsse produziert, die Rodungsprämien gelten aber in der ganzen Union. "Österreich hat im Gesetz aber die Möglichkeit geschaffen, dass die Rodung von Rebflächen per Verordnung eingeschränkt werden kann. Wenn der Anteil der zu rodenden Flächen in einer Region zu hoch ist, wenn Steillagen betroffen sind oder Umweltgründe dagegen sprechen, können Rodungsanträge abgelehnt werden", erläuterte Glaser. Damit sei gewährleistet, dass Weinwirtschaft und Tourismus auch in klein strukturierten Regionen erhalten bleiben.

Ein weiterer Eckpunkt der Marktordnungsreform betrifft die Position von österreichischem Obst und Gemüse am Markt. Die Stellung der Erzeugerorganisationen wird gestärkt, indem Kriterien für die erzeugten und vermarktbaren Erzeugnissen festgelegt werden können. "Das erleichtert das Marketing für die einheimischen Obst- und Gemüsebauern", hob Glaser hervor.

Er begrüßte auch, dass bei Strafen im Bereich der Direktzahlungen künftig Toleranzgrenzen eingezogen werden. "Wenn ein geringfügiger Verstoß zu einer Kürzung von bis zu 100 Euro führte, kann auf eine Kürzung verzichtet werden", sagte Glaser.
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