Zwerschitz: Ausweitung der Anzeigepflicht kann nach hinten losgehen

Opfer könnten aus Furcht vor weiterer Gewalt nicht mehr zum Arzt zu gehen

Wien (OTS) - Barbara Zwerschitz, Kinder- und JugendsprecherIn der Grünen im Parlament stellt sich in eine Reihe mit Ärztekammer und Kinder- und Jugendanwaltschaft: "Dass ÄrztInnen oder MitarbeiterInnen der Jugendwohlfahrt bei Verdacht auf Missbrauch im Familienverband sofort anzeigen müssen, ist nur beim ersten Hinschauen eine sinnvolle Reaktion. Tatsächlich kann das dazu führen, dass Opfer nicht mehr zum Arzt gehen oder gebracht werden, weil sie durch die Anzeige weitere Gewalt zu Hause befürchten müssen."

ExpertInnen vieler Berufsgruppen, die mit solchen Fällen konfrontiert werden, sprechen sich daher zu Recht gegen die Anzeigen- und für die Meldepflicht am Sozialamt aus. "Es kann nicht sein, dass diese ExpertInnen nicht gehört werden. Übersteigerte Reaktionen im Strafbereich lösen kein Problem, sondern erzeugen neue, teilweise gravierender", so Zwerschitz.

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0006