ARA Aufsichtsratspräsident Schreiber fordert: Verpackungssammlung muss weiterhin in der Verantwortung der betroffenen Wirtschaft bleiben

Wien (OTS) - "In der Wirtschaft leben wir von Fortschritt. Und Fortschritt heißt Veränderung. Sich dem zu widersetzen, bedeutet Stillstand und dieser wird vom Markt meist rasch bestraft. Auch die Abfallwirtschaft und das ARA System im speziellen werden durch harte Zielvorgaben stän-dig am Erfolg gemessen", analysiert ARA Aufsichtsratspräsident und Obmann des Verbands der Getränkehersteller KR Leo Schreiber die momentane Marktsituation.

ARA System "recycelt" sich seit 15 Jahren ständig selbst

"Seit 1993 haben das ARA System und die dahinter stehende Wirtschaft eindrucksvoll bewiesen, dass sie diese - des Öfteren auch verschärften - Zielvorgaben nicht nur punktgenau umgesetzt, sondern auch meist übertroffen haben. So wurden etwa alle vom BMLFUW gemäß Bescheid vorgegebenen Erfassungs- und Verwertungsquoten bei allen Sammelfraktionen eingehalten bzw. überschritten. Unseres Wissens ist das ARA System somit das einzige System mit diesen Qualitätsmerkmalen."

Permanente Veränderung und Verbesserung brachte niedrigste Preise

"Das aufrechtzuerhalten bedarf einer ständigen Verbesserung des Systems. Die laufende Optimierungsarbeit führte aber auch zu der bemerkenswerten Entwicklung, dass das ARA System seine Tarife in den letzten 15 Jahren auf unter die Hälfte des ursprünglichen Werts reduzieren konnte. Und da ist die Inflation noch nicht einmal eingerechnet. So wird in Österreich die Verpackungssammlung zu Preisen organisiert, die derzeit um bis zu 50 % unter den deutschen Preisen liegen. Kein Wunder, dass die Wirtschaft und auch die Bevölkerung mit der Sammlung höchst zufrieden sind."

Non-Profit-Prinzip garantiert auch zukünftig nachhaltig günstige Tarife

"Dabei haben sich die Anforderungen an das ARA System in den letzten 15 Jahren durch das geänderte Umfeld der Wirtschaft, Politik und Umwelt zum Teil stark gewandelt. Wir haben deshalb 2007 einen Prozess zur Überprüfung unserer bewährten Strukturen eingeleitet. Die Frage lautet: Sind wir diesen neuen Herausforderungen gewachsen? Und wenn nicht, wie müssen unsere Strukturen verändert werden, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein? Dieser Prozess ist in vollem Gange und soll noch heuer abgeschlossen werden. Eines kön-nen wir diesbezüglich versprechen: Das Non-Profit-Prinzip des ARA Systems und die anderen wesentlichen Grundsätze bleiben bestehen.

Keinesfalls wünschen wir uns Verhältnisse wie bei unseren deutschen Nachbarn. Ohne Rücksicht auf Nachhaltigkeit kämpfen dort insgesamt neun Systeme um möglichst hohe Gewinne, die von den Eigentümern abgeschöpft werden und damit nicht den Weg zurück zur zahlenden Wirtschaft und den KonsumentInnen finden.
Dass es aber möglich ist, höchste Qualitäts- und Umweltstandards in der Verpackungssammlung und -verwertung im Sinne von Wirtschaft, Umwelt und KonsumentInnen zu erfüllen, beweist das ARA System seit fast 15 Jahren."

Sammlung in Hände der Kommunen?

Veränderungen der Sammlung und Verwertung von Verpackungsabfällen werden derzeit auf verschiedenen Ebenen diskutiert. Zum Beispiel bestehen im Zusammenhang mit der anstehenden Novelle der Verpackungsverordnung etwa Überlegungen, die Verpackungs-sammlung zurück in die Hände der Kommunen zu legen. Schreiber dazu: "Wir fragen ganz offen: Warum? Das ARA System und damit die Privatisierung der Verpackungssammlung hat 15 Jahre nachweislich ausgezeichnet funktioniert. Daher meinen wir: Never change a running system!"

Anonyme Anzeige: Staatsanwaltschaft bescheinigt untadeliges Vorgehen

"Erfolg ruft leider auch immer Neider auf den Plan", führt Schreiber weiter aus. "So ist das ARA System seit Jahren mit anonymen Kritikern konfrontiert, die nicht offen auftreten, sondern mit anonymen Anzeigen gegen den Vorstandsvorsitzenden Dkfm. Stiglitz und öffentlicher Diskreditierung dem Unternehmen ans Bein zu pinkeln versuchen. Das ist nicht nur ein zutiefst unsportliches Verhalten, es hat sich auch noch nie bewährt. Im aktuellen Fall einer erneuten anonymen Anzeige vom Jänner 2008 hat die Staatsanwaltschaft der ARA und deren Vorstand Dkfm. Stiglitz - wieder einmal - ein untadeliges Vorgehen bescheinigt. Es wurde eingehend geprüft und kein strafrechtlicher Tatbestand festgestellt."

"Was heißt also Veränderung für uns als Eigentümervertreter des ARA Systems konkret? Wir werden selbstverständlich auch in Zukunft darauf achten, dass die Hausaufgaben erledigt und alle Ziele erreicht werden. Wir werden weiterhin dafür sorgen, dass die Interessen der Wirtschaft gewahrt bleiben und gemäß dem Non-Profit-Ansatz stets die beste Kosten-Nutzen-Rechnung gestellt wird. Daher sind wir überzeugt, dass die ARA auch in einem zukünftigen Wettbewerb der führende Anbieter bleiben wird. Was wir als betroffene Wirtschaft keinesfalls wollen ist auch ebenso klar: mehr Trittbrettfahrer, Marktverzerrungen durch undurchsichtige Rabatte und Konzentrationen auf Entsorger- und Verwerterebene. Wir werden daher offen die Gefahren aufzeigen, die damit verbunden sind, ein beweisbar erfolgreiches und derart etabliertes System zu riskieren."

Bildmaterial:
Fotos finden Sie zum Downloaden auf der Website www.ara.at

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