Inflationsbekämpfung auf dem Rücken der Milchbauern

Wien (OTS) - Der Anteil an Milchprodukten im Warenkorb zur Ermittlung des Verbraucherpreisindex beträgt weniger als 2% - die aktuelle Absenkung des Milchpreises kann das Inflationsproblem daher nicht lösen und sendet falsche Signale an Bauern und Konsumenten.

"Milch muss billiger werden" trommelt die Werbung der Handelsketten.

Die Absenkung des konventionellen Milchpreises trifft auch die Biobauern, da sich die Erzeugerpreise für Biobauern aus dem konventionellen Milchpreis und einem Bio-Zuschlag zusammensetzen.

"Das ist nicht akzeptabel. Milch ist ein hochwertiges Produkt und muss einen entsprechenden Preis haben", betont Rudi Vierbauch, Obmann von 14.000 österreichischen Biobauern und Biobäuerinnen.

Die aktuelle Preissenkung bei Eigenmarken von 85 Ct auf 79 Ct pro Liter als Beispiel genommen:

  • 6 Ct Ersparnis pro Liter Milch für den Konsumenten summieren sich auf 4,80 Euro im Jahr (bei einem Durchschnittsverbrauch von 80 Liter pro Kopf)
  • 6 Ct weniger pro Liter Milch summieren sich für einen durchschnittlichen Milchbetrieb mit 55.000 kg Quote auf 3.300,- Euro im Jahr!!!

Billiger Aktionismus von Seiten der Politik

Angeheizt wird die Stimmung durch billigen Aktionismus von Seiten der Politik. Manche österreichische Politiker fordern den Handel auf, billige Milch aus dem Ausland zu importieren, um den Konsumenten eine Scheinlösung für das Inflationsproblem anzubieten. Das ist aufs Schärfste zurückzuweisen.

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