Wahlfreiheit beim Kinderbetreuungsgeld verwirklichen!

Linz (OTS) - Während sich im Bundesdurchschnitt Ende April fast
ein Drittel aller Bezieher/-innen von Kinderbetreuungsgeld für eine der neuen Bezugsvarianten - kürzere Dauer, höhere Zahlungen -entschieden hat, waren es in Oberösterreich nur 20 Prozent. Dafür sind auch die fehlenden qualitativen Betreuungsplätze hierzulande verantwortlich.

Seit Jänner 2008 bestehen zwei zusätzliche Bezugsmöglichkeiten beim Kinderbetreuungsgeld: Neben der alten Variante des 2,5- bzw. 3-jährigen Bezugs können Eltern auch zwei Varianten mit kürzerer Bezugsdauer und höheren monatlichen Zahlungen wählen. In Oberösterreich ist das grundsätzlich auch möglich. Praktisch greifen aber nur 20 Prozent der Eltern, die Kinderbetreuungsgeld beziehen, darauf zurück.

"Wo Eltern keine Sicherheit haben, bei Bedarf einen guten Betreuungsplatz für ihr Kind zu bekommen, können sie die grundsätzliche Wahlmöglichkeit auch nicht nutzen. Lange Berufsunterbrechungen nach der Geburt eines Kindes mit all den daran anknüpfenden Wiedereinstiegsproblemen und Einkommenseinbußen sind damit gerade für Oberösterreichs Eltern vorprogrammiert", warnt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

Die AK fordert daher nochmals das Land OÖ auf, die Vereinbarung mit dem Bund über den Ausbau der Kleinkinderbetreuung umgehend zu unterschreiben und den Gemeinden die entsprechenden Mittel zur Schaffung von neuen Betreuungsplätzen zur Verfügung zu stellen. Auch die Gemeinden sind aufgefordert, die entsprechenden Mittel zur Mitfinanzierung bereit zu stellen.

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