GROSZ zu Anzeigepflicht: Hinschauen und nicht Wegschauen muss die Devise lauten!

Ärztekammer bestätigt indirekt BZÖ-Forderung nach Untersuchungspflicht für Kinder

Wien (OTS) - "Völlig unverständlich" ist für BZÖ-Generalsekretär Gerald Grosz die Kritik von Jugendwohlfahrt, Ärztekammer und ÖVP-Ministerin Kdolsky an der BZÖ-Forderung nach einer Anzeigepflicht bei Gewalt an Kindern. "Hinschauen, Anzeigen und nicht Wegschauen muss die Devise einer aufgeklärten Gesellschaft lauten. Wenn jemand eine Gewalttat an einem Kind bemerkt, muss er verpflichtet sein, diese Tat auch anzuzeigen, insbesondere in allen Institutionen, die mit Kindern zu tun haben. Ich würde mir hier wünschen, dass die jetzt so polternden Institutionen endlich ihr Hirnschmalz zum Schutz von Kindern anstatt zum Schutz der Täter einsetzen. Ich warne die Jugendwohlfahrt, die Ärztekammer und ÖVP-Familienministerin Kdolsky eindringlich, hier nicht einen Wettbewerb an Verhinderungsmaßnahmen zum Schutz von Kindern zu beginnen", betonte Grosz

Das Argument der Ärztekammer, gefährdete Eltern würden im Falle einer Anzeigepflicht keinen Arzt mehr aufsuchen, sei eine Bestätigung für die Forderung des BZÖ nach einer Untersuchungspflicht für Kinder vor dem Schuleintritt einmal im Quartal, um Missbrauchs- oder Misshandlungsfällen vorzubeugen. "Im Falle der Nichtuntersuchung soll sofort die Jugendwohlfahrt eingeschaltet und das Kindergeld gekürzt werden", so Grosz.

Der BZÖ-Generalsekretär verwies auf die Dunkelziffer von 20.000 Missbrauchsfällen pro Jahr bei nur 1.200 Anzeigen. "Dies zeigt, dass eine solche Anzeigepflicht dringend notwendig ist. Der Schutz des Kindes muss immer an erster Stelle stehen", so Grosz abschließend. (Schluss)

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