Blecha: Soziales Europa muss man spüren

10-Punkte-Programm der Europäischen Seniorenorganisation (ESO)

Wien (SK) - Bei der heute im EU-Parlament in Brüssel unter dem Vorsitz des Österreichers Karl Blecha tagenden Europäischen Seniorenorganisation (ESO) wurde ein 10-Punkte-Programm "Für ein soziales Europa" beschlossen. ESO-Präsident Blecha nannte den EU-Vertrag als "Weichenstellung für ein sozialeres Europa, weil darin die sozialen Grundrechte festgeschrieben sind." Und Blecha weiter:
"Aber diese sozialen Grundrechte müssen jetzt verwirklicht werden, man muss das soziale Europa spüren! Das hängt aber von den politischen Verhältnissen in Europa ab." Die ESO kritisierte, "dass die bisherigen konservativen Mehrheiten in der EU auf die Herausforderung durch die steigende Lebenserwartung nur mit Sozialabbau statt mit einem Umbau des Sozialstaates reagiert haben". Blecha: "Das ist auch der Grund für die Enttäuschung, vor allem der älteren Menschen, über die bisherige EU-Politik!" ****

Laut Blecha soll das ESO-Programm "einen wichtigen Beitrag zur EU-Wahl 2009 leisten. Wir wollen nicht nur kritisieren, sondern sicherstellen, dass ein neues, soziales Europa entstehen kann!"

Das 10-Punkte Programm der ESO umfasst:

  • die Beseitigung der Diskriminierung aufgrund des Alters in allen gesellschaftlichen Bereichen
  • die Förderung von Beschäftigung und Arbeit für ältere Menschen
  • die Kaufkraftsicherung der Pensionen
  • die Einführung von Wertschöpfungsabgaben, um die Finanzierung des Sozialstaates sicherzustellen
  • die Verhinderung einer Zwei-Klassen-Medizin (z.B. keine Altersdiskriminierung bei medizinischen Leistungen), Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden
  • eine menschliche, leistbare und qualitativ hochwertige Pflege
  • der bessere Zugang zu Bildung und Kultur
  • die Verstärkung des Verbraucherschutzes
  • die Sicherung der Mobilität im Alter
  • eine umfassende Armutsbekämpfung, insbesondere der Altersarmut durch die Einführung einer einheitlichen Grundsicherung für die Risiken des Alters (Armut, Krankheit und Pflegebedürftigkeit)

Blecha strich in seiner Rede die Wichtigkeit der aktiven Teilhabe der Älteren in der Gesellschaft und die Anerkennung ihrer Leistungen auf sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen und wissenschaftlichen Gebieten, bei der Freiwilligenarbeit und der Unterstützung der jüngeren Generationen hervor. "Das ist der einzige Weg zur Überwindung der Altersdiskriminierung und zur Verwirklichung der Generationensolidarität!", so Blecha in Brüssel. (Schluss) ps/mp

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