Wiener Gemeinderat (1)

Fragestunde

Wien (OTS) - Die Sitzung des Wiener Gemeinderates wurde am Donnerstag mit einer Fragestunde eröffnet.

Die Erste Anfrage stammte von GRin DI Sabine Gretner (Grüne) und hatte das Projekt "Riesenradplatz neu" zum Inhalt. StR. Dr. Michael Ludwig (SPÖ) wies darauf hin, dass es sich bei dem Pratergelände insgesamt um eine Sonderwidmung und nicht um einzelne Bauplätze handle. Alle Bestimmungen wären eingehalten worden. Für die errichteten Bauwerke gebe es auch ein Nutzungskonzept, dieses decke sich auch mit dem Flächenwidmungsplan.

Die Zweite Anfrage brachte GR Karin Praniess-Kastner (ÖVP) ein. Sie stellte die Frage, ob die Wiener Rettung beim Währinger Bezirkspolitiker Natschläger zu spät eingelangt wäre. StRin. Mag. Sonja Wehsely (SPÖ) hielt fest, dass die Rettung nach sieben Minuten bereits vor Ort gewesen wäre. Das würde dem europäischen Spitzenfeld entsprechen. Natschläger sei allerdings trotz rascher Hilfe seinen schweren Verletzungen erlegen. Wehsely sprach den Hinterbliebenen ihr Beileid aus. Insgesamt würden sich mehr Rettungswägen als noch vor einigen Jahren im Einsatz befinden. Die Wiener Rettung arbeite ständig an Verbesserungen und entspreche dem internationalen Standard.

Die Dritte Anfrage stammte von GRin Ingrid Schubert (SPÖ) und hatte die Vergabe von Architekturleistungen zum Inhalt. StR. DI Rudolf Schicker (SPÖ) betonte, dass die letzten rechtlichen Rahmenbedingungen für den neuen Wettbewerbsleitfaden kurz vor der Fertigstellung seien. Dieser Leitfaden sei ein wesentlicher Beitrag zur architektonischen Vielfalt der Stadt. Er sprach sich für den zweistufigen Wettbewerb aus, da sich diese Vorgangsweise bewährt hätte. Die Stadt Wien habe eine ArchitektInnen-Datenbank mit 1420 Einträgen erstellt, damit keine Bevorzugungen entstehen könnten. Besonders wichtig sei es ihm, so Schicker, dass neu geplante Wohnprojekte mit sozialer Infrastruktur ausgestattet seien und das trotz hoher Grundstückspreise Wohnen leistbar bleiben müsse.

Die Vierte Anfrage von GR Mag. Gerald Ebinger (FPÖ) beschäftigte sich mit der Lage der Kinder- und Jugendpsychiatrie. StRin. Mag. Sonja Wehsely (SPÖ) hielt fest, dass derzeit zahlreiche FachärztInnen an den Wiener Spitälern ausgebildet würden. Zukünftig werde es auch mehr Betten und Pflegestellen geben. Der Mangel an Kinderpsychiatern sei allerdings ein weltweites Problem. Im Krankenhaus Nord sei eine weitere Kinderpsychiatrie geplant. Die Unterbringung von Kindern auf Erwachsenenstationen sei für sie nicht wünschenswert, so Wehsely. Bei entsprechender Ausstattung der Krankenkassen sei sie für "mehr Psychotherapie auf Krankenschein". (Forts.) cwk/pla

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