Industrie: Erfolgsgeschichte Österreichs ist Teil der Erfolgsgeschichte Europa

IV-Präsident Sorger: Debatte über Europa versachlichen - Reformvertrag bringt mehr Rechte - Heimische Unternehmen Top-Investor in vielen Ländern Mittel- und Osteuropas

Wien (OTS) - (PdI) - "Die Erfolgsgeschichte Österreichs der vergangenen Jahrzehnte ist zu einem hohen Grad als Teil der Erfolgsgeschichte Europas zu sehen. Die heimische Industrie bekennt sich daher voll und ganz zum gemeinsamen Europa und wird gemeinsam mit unseren europäischen Partnerverbänden bei der Integration weiter eine Vorreiterrolle wahrnehmen", erklärte der Präsident der Industriellenvereinigung (IV) und Vizepräsident des europäischen Industrie- und Arbeitgeberdachverbandes BUSINESSEUROPE Dr. Veit Sorger heute, Donnerstag, anlässlich des Europatages am 9. Mai. Es gelte, "Europa als Chance für uns alle zu sehen, die wir im Sinne von Wettbewerbsfähigkeit und damit Wachstum, Arbeitsplätzen und Wohlstand in unserem Land nutzen sollten".

Die Industrie begrüße die Erweiterung des Schengen-Raumes vor wenigen Monaten sowie die kürzliche Ratifizierung des EU-Reformvertrags durch den österreichischen Nationalrat ausdrücklich. Der Vertrag stelle einen "wichtigen Baustein" dar, um Europa "regierbar und global wettbewerbsfähig" zu machen. So sei vor allem die "gemeinsame Stimme der EU nach außen", die Ausdehnung der Abstimmung mit qualifizierter Mehrheit, um Blockaden zu verhindern, sowie die Verkleinerung der Kommission zu begrüßen. "Europa wird durch den Reformvertrag mit mehr Rechten für die Bürgerinnen und Bürger effizienter, wettbewerbsfähiger und demokratischer. Dies stärkt die Position Europa und damit Österreichs in der Welt und ist damit im Interesse aller Österreicherinnen und Österreicher", so Sorger.

"Seit unserem Beitritt zur EU 1995, vor allem aber sei den jüngsten EU-Erweiterungen haben wir Österreicher enorm profitiert", betonte der IV-Präsident. So habe die Erweiterung in Österreich pro Erwerbsperson und Jahr im Schnitt 655 Euro zusätzlich gebracht. Gleichzeitig habe die heimische Industrie frühzeitig die Möglichkeiten Europas erkannt und sich vor allem auf den Märkten Mittel- und Osteuropas "hervorragend etabliert". Österreichische Unternehmen seien Nummer-1-Investor auf den Märkten Bosnien-Herzegowinas, Bulgariens, Kroatiens und Sloweniens. "Erfolgreiches Engagement auf diesen Wachstumsmärkten schafft und sichert Jobs in Österreich, die wir ohne EU nicht hätten", betonte der IV-Präsident, der angesichts der derzeit guten Beschäftigungslage im Land auch für die Öffnung des heimischen Arbeitsmarktes für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus den "neuen" EU-Mitgliedsstaaten plädierte.

Vor dem Hintergrund dieser "klaren und erfreulichen Faktenlage" sprach sich Sorger für eine "dringend erforderliche Versachlichung der Debatte über Europa" aus. Es gelte, über Europa zu diskutieren, "ohne fahrlässig mit Halbwahrheiten zu spielen und damit unbegründete Ängste zu schüren". Es sei ein Paradoxon, dass "ausgerechnet in Österreich die Stimmung der EU- gegenüber so schlecht ist. Die Industrie tritt dem mit erfolgreichem Nutzen der Chancen, sachlichen Argumenten und offensiver Informationsarbeit entgegen", so der IV-Präsident.

Die Industriellenvereinigung ist das österreichische Mitglied des freiwilligen europäischen Industrie- und Arbeitgeberdachverbandes BUSINESSEUROPE. Der Verband vertritt mehr als 20 Millionen kleine, mittlere und große Unternehmen in 39 Arbeitgeber- und Industrieverbänden aus 33 Ländern. BUSINESSEUROPE ist offizieller Arbeitgeber-Sozialpartner im Europäischen Sozialen Dialog.

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